1. Startseite
  2. Management
  3. Kündigung: So sollten Manager nach einem plötzlichen Jobverlust reagieren

KündigungSo sollten Manager nach einem plötzlichen Jobverlust reagieren

Firmen trennen sich von Top-Leuten, diskret, aber radikal. Führungskräfte-Experte Nils Schmidt nennt vier Tipps für betroffene Manager – und wie sie ihre Chancen wahren.Claudia Obmann 13.01.2026 - 16:02 Uhr Artikel anhören
Jurist Schmidt vom Deutschen Führungskräfteverband: „Viele brechen in Tränen aus.“ Foto: DFK, Getty [M]

Düsseldorf. Eben noch Bereichsvorstand, jetzt soll er gehen: Peter Dahl (Name geändert) sitzt vor der Personalchefin des Automobilzulieferers aus Süddeutschland und einem Unternehmensjuristen. Auf dem Tisch liegt  ein Aufhebungsvertrag. Der Puls des Managers rast. Dem 58-Jährigen, seit über zwanzig Jahren im Unternehmen, fehlen die Worte.

Unerwartet entlassen zu werden, „das schockt jeden“, sagt Nils Schmidt, Vorstand des Deutschen Führungskräfteverbands (DFK) in Essen. Seit 13 Jahren ist der Fachanwalt für Arbeitsrecht für den Verband mit rund 15.000 Mitgliedern tätig.

Eine Entlassungswelle wie diese hat Schmidt noch nicht erlebt. Binnen eines Jahres ist die Zahl arbeitslos gemeldeter Führungskräfte um 14 Prozent auf durchschnittlich 49.000 hochgeschnellt.

Das ergeben exklusiv für das Handelsblatt erstellte Analysen der Bundesagentur für Arbeit zu den aktuellen Beschäftigtenzahlen. Der prozentuale Anstieg war 2025 deutlich größer als bei anderen Beschäftigtengruppen.

Ob aus der Automobilbranche, der Chemieindustrie oder dem Maschinenbau, rund 2000 Fälle hat Schmidt in den vergangenen zwölf Monaten beraten. Ein trauriger Rekord. Üblich sind rund 1500 Beratungen.

Sparprogramme

„Oben wird knallhart ausgetauscht“ – Zahl arbeitsloser Manager erreicht Höchststand

Nicht selten brechen gestandene Frauen und Männer wie Dahl vor Schmidt in Tränen aus, wenn sie vom Moment ihrer Entlassung berichten. „Dann ist neben rechtlicher Beratung auch psychologische Betreuung gefragt, um die Betroffenen wieder aufzubauen.“

Die meisten Führungskräfte durchlaufen die klassische Krisenkurve: Auf „Das kann doch nicht wahr sein“ folgen Wut und Trauer. Bis zur Akzeptanz kann es Wochen dauern, weiß Schmidt. „Nicht mal zehn Prozent unserer Mandanten nehmen das sportlich und sagen: Ich unterschreibe den Aufhebungsvertrag und suche mir eine neue Stelle.“

Der Experte gibt vier Tipps für betroffene Manager:

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt