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EnergieUSA verkaufen Öl aus Venezuela – Auftrag geht an Trump-Spender

Mit dem Verkauf von insgesamt 50 Millionen Barrel Rohöl will US-Präsident Trump die Schulden Venezuelas abbauen. Davon profitiert allerdings auch einer seiner Spender. 16.01.2026 - 07:30 Uhr Artikel anhören
Ölförderung in Venezuela: Rohöl soll beim Schuldenabbau helfen. Foto: REUTERS

Washington. Die US-Regierung hat erstmals venezolanisches Öl im Wert von 500 Millionen US-Dollar verkauft. Das Geschäft ist Teil eines umfassenderen Plans Washingtons, bis zu 50 Millionen Barrel venezolanisches Rohöl zu vermarkten. Der „Financial Times“ zufolge ging der Zuschlag an die Rohstoffhändler Vitol und Trafigura.

Vitol sei ausgewählt worden, weil der Händler in der Lage sei, die Verkäufe kurzfristig und in größerem Umfang abzuwickeln, hieß es aus Regierungskreisen. Neben Vitol erhielt auch der Rohstoffhändler Trafigura Zugang zu venezolanischem Öl. Beide Unternehmen sollen das Rohöl an ihre Kunden weiterverkaufen, ein Großteil davon an Abnehmer in den USA.

Der US-Chef von Vitol, John Addison, hatte nach FT-Angaben wenige Tage vor Vertragsabschluss an einem hochrangigen Treffen mit Trump im Weißen Haus teilgenommen und zuvor mehr als sechs Millionen Dollar an Trump-nahe Wahlkampforganisationen gespendet. Vitol betont, die Spenden seien privat erfolgt, und weist jeden Interessenkonflikt zurück.

US-Präsident Donald Trump hatte nach der Entmachtung des früheren Diktators Nicolás Maduro angekündigt, Venezuela auf unbestimmte Zeit faktisch unter US-Verwaltung zu stellen und bis zu 50 Millionen Barrel Öl selbst zu vermarkten. Die Erlöse sollen an das Land zurückfließen, allerdings unter strenger Kontrolle Washingtons.

Nach Angaben der US-Regierung wurden für das venezolanische Öl Preise erzielt, die deutlich über den Erlösen liegen, die das frühere Maduro-Regime zuletzt erzielen konnte. US-Sanktionen hatten Venezuela zuvor gezwungen, sein Öl mit hohen Abschlägen zu verkaufen, häufig an kleinere Raffinerien in China.

Trump hatte bereits vergangenen Freitag ein Dekret unterzeichnet, das verhindern soll, dass Gläubiger oder Gerichte Zugriff auf die Einnahmen erhalten. Venezuela ist mit bis zu 170 Milliarden Dollar verschuldet, was bislang Investitionen internationaler Ölkonzerne stark gebremst hat.

Die Einnahmen aus den Ölverkäufen werden zunächst auf Konten unter US-Kontrolle geparkt. Ein zentrales Konto befindet sich nach Angaben aus der Regierung in Katar, das als politisch neutraler Standort gilt. Das US-Finanzministerium soll die Mittel überwachen und über ihre Verwendung entscheiden.

bay
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