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BildungMehr Privatschulen in Deutschland

Am höchsten war der Anteil von Privatschülerinnen und -schülern in Mecklenburg-Vorpommern. Ein deutlicher Unterschied zeigt sich zwischen deutschen und ausländischen Schülern. 19.01.2026 - 10:04 Uhr Artikel anhören
Wortmeldung eines Schülers:  Besondere pädagogische Ansätze oder konfessionell geprägter Unterricht – ein Platz an einer Privatschule ist begehrt. Foto: dpa

Berlin. Die Zahl der Privatschulen in Deutschland steigt: Im vergangenen Schuljahr (2024/25) waren rund 3.800 allgemeinbildende Schulen hierzulande in privater Trägerschaft, was einem Anteil von etwa 12 Prozent entspricht. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden weiter mitteilte, stieg die Zahl der Privatschulen in den vergangenen zehn Jahren um etwa sieben Prozent. Im selben Zeitraum ging die Zahl der öffentlichen Schulen um knapp vier Prozent auf 29.000 zurück.

Dennoch blieb der Anteil der Privatschülerinnen und -schüler im Zehn-Jahres-Vergleich weitgehend konstant, wie aus den Daten hervorgeht. So ging im Schuljahr 2024/25 – wie in den Jahren zuvor – knapp ein Zehntel (9 Prozent) der Kinder und Jugendlichen, welche allgemeinbildende Schulen besuchten, auf Privatschulen. „Diese Konstanz ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Privatschulen durchschnittlich kleiner als die öffentlichen sind und die Schließungen von öffentlichen Schulen häufig durch Vergrößerungen der verbliebenen öffentlichen Einrichtungen ausgeglichen wurden“, erklärten die Statistiker.

Am höchsten war der Anteil von Privatschülerinnen und -schülern in Mecklenburg-Vorpommern: Laut den Angaben gingen im vergangenen Schuljahr 13 Prozent der Kinder und Jugendlichen, welche dort allgemeinbildende Schulen besuchten, auf Privatschulen. Vergleichsweise hoch war auch der Anteil in Sachsen (12 Prozent) und Bayern (11 Prozent). Am niedrigsten war er in Schleswig-Holstein (6 Prozent), Niedersachsen (6 Prozent) und Hessen (7 Prozent).

Wie aus den Daten hervorgeht, besuchten ausländische Schülerinnen und Schüler deutlich seltener eine Privatschule. „Während vier Prozent der ausländischen Schülerinnen und Schüler an einer allgemeinbildenden Privatschule unterrichtet wurde, lag der Anteil bei deutschen Schülerinnen und Schülern bei zehn Prozent“, hieß es.

Oftmals muss für einen Platz an einer Privatschule Schulgeld gezahlt werden. Laut den Angaben wurde im Jahr 2021 für rund 599.000 Kinder und Jugendliche in der Lohn- und Einkommensteuer Schulgeld geltend gemacht. Dieses lag im Schnitt bei 2.042 Euro jährlich.

dpa
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