Hermann Arnold im Interview: „Die ersten drei Monate sind die Hölle“ – Haufe-Umantis-Mitgründer spricht über seine Abwahl als Chef
Der Haufe-Umantis-Mitgründer nennt sich selbst „Ermutiger“.
Foto: HaufemantisSt. Gallen. Hermann Arnold hat einen neuen Job – wieder einmal. Beim Softwareunternehmen Haufe Umantis ist der 43-Jährige für zwölf Monate Verwaltungsratspräsident. Die Mitarbeiter des Schweizer Unternehmens wählen ihre Führungskräfte auf Zeit. Das hat auch Arnold zu spüren bekommen. Der Mitgründer war elf Jahre Geschäftsführer und ist dann basisdemokratisch abgewählt worden. Ein ungewöhnlicher Vorgang in der Wirtschaft.
Herr Arnold, wie haben Sie vom Rücktritt Angela Merkels als Parteivorsitzender der CDU erfahren?
Über den Newsticker von Google Now.
Und wie finden Sie ihren Schritt?
Frau Merkel hätte für sich selbst einen besseren Abgang organisieren können, wenn sie schon bei der letzten Wahl nicht mehr angetreten wäre und davor schon einen geeigneten Nachfolger oder eine geeignete Nachfolgerin aufgebaut und empfohlen hätte.
Sie selbst haben sich 2013 von der Macht verabschiedet und sind in die zweite Reihe gewechselt – weil Sie als Chef von Ihren knapp 100 Mitarbeitern abgewählt wurden. Wie kam es dazu?
Ich habe mich jedes Jahr gefragt, ob ich noch der Richtige für diese Rolle bin. Als ich dann jemanden in der Firma sah, dem ich zutraute, die Aufgaben besser zu erledigen, war es konsequent, zurückzutreten und ihn den Mitarbeitern zur Wahl zu stellen.