Green Deal: EU-Länder erwägen Klimaziel für jedes Jahrzehnt bis 2050
Bislang gibt es bereits ein Reduktionsziel für das Jahr 2020; außerdem für die Jahre 2030 und 2050.
Foto: dpaBrüssel, Düsseldorf. Die EU-Staaten erwägen, sich auch für das Jahr 2040 ein Klimaziel setzen, um auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2050 voranzukommen. Das geht aus einem Vorschlagspapier Deutschlands hervor, das die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag einsehen konnte. Dabei geht es um ein rechtlich bindendes Ziel, um den Ausstoß von klimaschädlichen Emission bis 2040 zu verringern.
Die Diskussionen über den Vorschlag sollen in der kommenden Woche beginnen. Deutschland, das derzeit den EU-Ratsvorsitz innehat, führt dabei die Verhandlungen zwischen den einzelnen EU-Ländern.
Bislang gibt es bereits ein Reduktionsziel für das Jahr 2020; außerdem für die Jahre 2030 und 2050, die im Rahmen des Green Deals, dem Fahrplan für eine klimaneutrale EU, verschärft werden sollen. So liegt das derzeitige Ziel für 2030 liegt bei einem Minus von 40 Prozent - und soll nach dem Willen der EU-Kommission auf mindestens minus 50 Prozent angehoben werden. Einen entsprechenden Vorschlag wird die Brüsseler Behörde vermutlich Mitte September vorlegen.
Zwischen den Europaparlamentariern laufen derweil die Verhandlungen auf Hochtouren, mit welchen Klimazielen die EU-Volksvertretung in die Verhandlung mit Rat und Kommission treten wird. So hat Jytte Guteland, die Berichterstatterin des Klimagesetzes, das Klimaneutralität bis 2050 verbindlich festschreibt, vorgeschlagen, das 2030-Reduktionsziel gar auf 65 Prozent zu erhöhen.
Auch ein CO2-Budget ist bei den Parlamentariern im Gespräch: Dadurch wird festgelegt, wie viel Tonnen CO2 in der EU bis zum Jahr 2050 insgesamt noch ausgestoßen werden dürfen, um das Pariser Klimaabkommen (Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad im Vergleich zu vorindustriellen Zeiten) zu erfüllen.