Immobilien: Die Coronakrise trifft die Wohnungsvermieter LEG und TAG kaum
Die LEG wolle ihre „konservative und sehr defensive Kapitalstruktur beibehalten“.
Foto: dpaFrankfurt. Erst Vonovia, jetzt LEG und TAG: Die jüngsten Quartalszahlen untermauern die Einschätzung, dass die deutsche Immobilienbranche nahezu ungeschoren durch die Coronakrise kommt – vor allem die Wohnungskonzerne. Sowohl LEG als auch TAG vermeldeten am Donnerstag gute Ergebnisse und gaben sich zuversichtlich für die Geschäftsentwicklung in diesem und im nächsten Jahr.
Bei LEG dürfte der operative Gewinn aus dem laufenden Geschäft, der sogenannte FFO1, in diesem Jahr rund 380 Millionen Euro erreichen, verkündete das Düsseldorfer Unternehmen. Bislang hatte man etwas zurückhaltender ein Ergebnis am „oberen Ende“ einer Spanne zwischen 370 Millionen bis 380 Millionen Euro versprochen. Doch nach Ablauf der ersten neun Monate waren es bereits 297 Millionen Euro, fast 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Für das kommende Jahr gab das Management nun ein Ziel von 410 bis 420 Millionen Euro aus.
Wachsen will das Unternehmen, das bislang vor allem in Nordrhein-Westfalen tätig ist, auch durch Zukäufe. Erst in diesem Sommer erwarb LEG rund 6.400 Wohnungen von dem größeren Konkurrenten Deutsche Wohnen.