Vegane Produkte: Fünf Gründe, warum Fleischersatz oft teurer als Fleisch ist
Noch sind die Alternativen oft deutlich teurer als ihre herkömmlichen Vorbilder.
Foto: obsDüsseldorf. Saftige Burger, knusprige Nuggets und Fischstäbchen: Schon lange müssen für beliebte Gerichte eigentlich keine Tiere sterben. Bei einer Einkaufstour durch herkömmliche Supermärkte findet man fast alle tierischen Produkte, sei es Wurst, Käse, Fisch oder Hackfleisch, auch in vegetarischer oder veganer Ausführung.
Der Haken dabei ist für viele Verbraucher nicht die Konsistenz oder der Geschmack, sondern der Preis. Während 100 Gramm konventionelles gemischtes Hack bei Rewe etwa 0,75 Euro kostet, bezahlt man für die vegane Hackalternative von der Rügenwalder Mühle 1,40 Euro für 100 Gramm.
Vegane und vegetarische Produkte sind ein riesiger Wachstumsmarkt. Laut einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney soll der Markt für Fleischersatz bis 2030 weltweit auf fast 400 Milliarden US-Dollar anwachsen. 2040 könnte der Marktanteil der veganen Alternativen sogar 60 Prozent betragen. Eine Erhebung der Global Database zeigt für das Jahr 2015 allein in Deutschland einen Umsatz von 140 Millionen Euro. 2019 waren es bereits 221 Millionen.
Allerdings, sagte im Juli Dirk Messner, der Präsident des Umweltbundesamts, wird das billige Nackensteak noch länger einem Sojaschnitzel vorgezogen, wenn der Preis der Lebensmittel nicht auch die Umweltschäden widerspiegelt. Soll heißen: Fleisch ist zu billig, wenn man in Betracht zieht, wie umweltschädlich seine Produktion ist.