Lebensmittel: Veggie-Pioniere verlieren Marktanteile an No-Name-Marken
Düsseldorf. In Zeiten der Teuerung steigen immer mehr Käufer von Veggie-Fleisch und Pflanzenmilch auf günstigere Eigenmarken des Handels um. Deren Umsatz stieg 2023 zum Vorjahr um 19,5 Prozent, während Markenprodukte lediglich um 4,7 Prozent zulegten.
Das zeigt eine Studie des Thinktanks Good Food Institute Europe (GFI) mit Daten des Marktforschers Circana und des CPS/GfK-Verbraucherpanels. Inzwischen sind drei von zehn Veggie-Produkten, die in Deutschland verkauft werden, Handelsmarken wie Vemondo oder My Veggie.
Deutschland ist der mit Abstand größte Markt für pflanzliche Ersatzprodukte in Europa. Die Zeiten des Veggie-Hypes mit zweistelligem Wachstum sind allerdings vorbei. Der Gesamtumsatz mit pflanzlichen Alternativen stieg 2023 um acht Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Auch im ersten Drittel dieses Jahres ist der Markt in ähnlichem Tempo weiter gewachsen.
Der Absatz legte 2023 mit 9,4 Prozent sogar noch kräftiger zu als der Umsatz. Denn die hohen Preise von Veggie-Produkten sinken stetig. Waren zum Beispiel Ersatzprodukte für Fleisch und Fisch 2021 noch im Schnitt 65 Prozent teurer als das tierische Original, lag die Preisdifferenz Anfang 2024 bei 35 Prozent.