Dividenden: Wo Anleger die Firmen finden, die am meisten ausschütten
An der Wall Street finden sich die größten Dividendenzahler.
Foto: APFrankfurt, Düsseldorf. Die Folgen der Corona-Pandemie spüren Aktionäre direkt auf dem Konto: Weltweit haben Unternehmen allein im dritten Quartal in der Summe 55 Milliarden US-Dollar oder gut elf Prozent weniger Dividende ausgeschüttet als ein Jahr zuvor. Jedes dritte Unternehmen kürzte oder strich die Dividende. Das ergibt eine Studie des britischen Fondsanbieters Janus Henderson über die 1200 weltweit größten Unternehmen, die dem Handelsblatt vorliegt.
Auch wenn die Ausschüttungen im Frühsommer noch stärker sanken, weil viele Unternehmen im Zuge des pandemiebedingten wirtschaftlichen Stillstands massive Einbußen ihres Geschäfts erlebten: Die Fondsprofis gehen davon aus, dass die Dividenden 2020 mindestens um gut 17 Prozent oder 224 Milliarden US-Dollar zurückgehen. Erstmals seit elf Jahren sinken damit die Ausschüttungen deutlich.
Das sind schlechte Nachrichten für Anleger: Sie verlassen sich vielfach auf regelmäßige Dividendeneinnahmen, zumal es im anhaltenden Zinstief kaum noch Kuponzahlungen aus Anleihen gibt. Immerhin erwarten die Aktienprofis, dass sich die Lage bei den Ausschüttungen 2021 entspannt – wenn auch nicht sofort.