Serie: Investieren in der Nullzinswelt (8): Mit diesen drei Anleihe-Typen entkommen Anleger der Niedrigzins-Falle
Kritiker monieren eine "finanzielle Repression".
Foto: dpaFrankfurt. Die Bezeichnung „finanzielle Repression“ ist längst zum Kampfbegriff in der Diskussion um die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank geworden. Kritiker der Niedrigzinspolitik verwenden ihn, um darauf aufmerksam zu machen, dass Anleger mit sicheren Anlageklassen wie Tagesgeld oder Staatsanleihen nach Abzug der Inflationsrate Geld verlieren.
Durch den künstlich unter null gedrückten Realzins wälzen die Staaten in Europa die Kosten für die steigende Verschuldung auf Investoren ab, so der Vorwurf. Befürworter der Niedrigzinspolitik verweisen darauf, dass Anleger kein Recht auf einen positiven, risikolosen Realzins haben. Wenn Kapital im Überfluss vorhanden ist, sind auch die Kosten für Kapital – der Zins – niedrig oder gar negativ.
Fest steht: ohne Risiko keine Rendite: „Die finanzielle Repression nimmt zu“, schreibt Barnaby Martin, Anleiheexperte der Bank of America (BofA) mit Blick auf die jüngsten Signale von US-Notenbank Fed und EZB, an ihrer Niedrigzinspolitik festzuhalten. Doch kein Anleger ist gezwungen, sich mit Zinsen von minus 0,5 Prozent etwa für Bundesanleihen zufriedenzugeben.