Onlinehandel: Hinter den Kulissen des Black Fridays: So verdienen Händler an den Schnäppchen
Mit einer guten Vorbereitung können auch Händler noch trotz der großen Rabatte bei den Verkaufsevents einen Gewinn erzielen.
Foto: AFPDüsseldorf. Schon Wochen vor dem eigentlichen Black Friday läuft bei Huawei die Verkaufsmaschine an. Das Produktmanagement des chinesischen Konsumelektronikherstellers entscheidet, welche Geräte im Fokus stehen sollen, die Verhandlungen mit den Verkaufsplattformen wie Amazon werden gestartet, die Online-Anzeigen gebucht. „Bei einer solchen Kampagne ist das gesamte Team gefordert, denn sie kann nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn alle einzelnen Aktivitäten eng verzahnt und aufeinander abgestimmt werden“, sagt Deutschlandchef William Tian.
Bereits lange vor dem eigentlichen Schnäppchen-Event, vom 12. bis 18. Oktober, gab es die ersten Angebote, Huawei startete seine eigene „Crazy Week“ als Auftakt. Da gewährte der Handyhersteller schon bis zu 53 Prozent Rabatt auf einzelne Produkte. Danach kamen die „Huawei Sportwochen“ und die nicht mehr nur in China populäre Verkaufsaktion Singles Day mit Nachlässen von bis zu 78 Prozent.
„Die guten Deals sind die Eintrittskarten für die Anbieter, um überhaupt im Kampf um die Kunden mitspielen zu können“, sagt Tim Nedden. Der Wettbewerb im Markt werde immer härter, beobachtet der Gründer und Geschäftsführer von Finc3 Commerce, einer Agentur, die Händler und Markenhersteller beim Verkauf auf Onlinemarktplätzen berät.