Nach Sturm aufs Kapitol: „Das ist kein Law and Order, das ist Chaos“ – US-Konzerne machen Druck auf Trump
Amerikas Unternehmen rücken nach dem gewaltsamen Sturm auf das US-Parlament von Trump ab.
Foto: ReutersNew York, San Francisco. Die härtesten Worte kommen vom Verband der verarbeitenden Industrie: Er bezeichnete die Demonstranten nach den gewaltsamen Protesten in der amerikanischen Hauptstadt Washington am Mittwoch als „bewaffnete Verbrecher“ (armed thugs).
„Das ist nicht die Vision des Amerikas, an das die Hersteller glauben“, erklärte Jay Timmons, der Vorsitzende der einflussreichen National Association of Manufacturers. Er gab US-Präsident Donald Trump die Schuld am Sturm aufs Kapitol, „weil Trump sich geweigert hat, die Niederlage in einer freien und fairen Wahl anzuerkennen“.
Timmons sagte weiter: „Das ist kein Law and Order. Das ist Chaos. Das ist die Regierung des Mobs. Das ist gefährlich.“ Der scheidende Präsident habe „die Gewalt angestachelt in einem Versuch, seine Macht zu erhalten. Jeder gewählte Vertreter, der ihn verteidigt, bricht seinen Amtseid auf die Verfassung und lehnt die Demokratie zugunsten der Anarchie ab.“
Der Vizepräsident Mike Pence solle „ernsthaft erwägen, vom 25th Amendment Gebrauch zu machen“. Das hieße, dass der Präsident in seinen letzten Tagen im Amt abgesetzt werden könnte.