Immobilienmarkt USA: Investor Patrick Adenauer: „Seit Trump abgewählt ist, kommen die Kunden zurück“
Der Investor und Unternehmer erwirbt in den USA Bestandswohnanlagen und Neubauprojekte.
Foto: Frank Beer für HandelsblattKöln. Sein Nachname sagt es: Patrick Adenauer kommt aus einer politisch denkenden Familie, und so haben ihn zwei Ereignisse der vergangenen Tage bewegt: zum einen die Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden, also jener Partei, die mit seinem Großvater Konrad Adenauer den ersten Kanzler der Bundesrepublik stellte. Zum anderen die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden.
Dessen Politik interessiert Adenauer auch deshalb, weil er mit seinem Unternehmen German American Realty (GAR) in den US-Immobilienmarkt investiert, genauer gesagt in Mietwohnungsanlagen in Wachstumsregionen des Landes.
Für das Unternehmen und seine US-Partner war 2020 kein einfaches Jahr, berichtet Adenauer. „Da war natürlich Corona, und da war dieser Präsident, der mit seiner Politik des Verharmlosens die Pandemielage nur noch immer schlimmer gemacht hat.“
So mancher Kunde zögerte, Kapital in den USA zu investieren, geplante Zukäufe legte GAR zunächst auf Eis. „Wir haben im Frühjahr unsere Maschinen fast vollständig gestoppt“, sagt Adenauer.
Erstaunlich stabil hielt sich derweil das laufende Vermietungsgeschäft – auch dank staatlicher Finanzhilfen für Menschen, die ihre Jobs infolge der Coronakrise verloren hatten. Die Mieteinnahmen im Jahr 2020 liegen nur geringfügig unter denen des Vorjahres.