Klimaneutrale Fahrzeugantriebe: Wie deutsche Firmen von Japans Wasserstoffstrategie profitieren können
Japan ist ein Pionier der Wasserstoff-Technologie.
Foto: Getty Images; Per-Anders PetterssonTokio. In Japan nimmt der Aufbau einer Wasserstoffgesellschaft weiter Fahrt auf – und Daimler drückt dabei mit aufs Gas. Im Dezember 2020 gründete die japanische Nutzfahrzeugtochter der Sindelfinger, die Mitsubishi Fuso Bus & Trucks, mit 86 Unternehmen die japanische Wasserstoffvereinigung (JH2A).
Das Konsortium, das von Toyotas Verwaltungsratsvorsitzendem Takeshi Uchiyamada mitgeleitet wird, will nicht nur eine globale Wasserstofflieferkette aufbauen, sondern erklärtermaßen auch „Japans Führungsrolle in der Nutzung von Wasserstoff sicherstellen“. Fuso-Chef Hartmut Schick erklärt, wie auch Fuso als deutsch-japanischer Konzern davon profitieren will.
„Ein Unternehmen, selbst eine Branche allein kann den flächendeckenden Einsatz von Wasserstoff und Brennstoffzellen nicht verwirklichen“, meint Schick. Das Unternehmen wolle durch die Kooperation die Verwirklichung der von der japanischen Regierung proklamierten wasserstoffgetriebenen Gesellschaft beschleunigen.
Daimler ist dabei nicht das einzige deutsche Unternehmen, das auf eine Kooperation mit dem Wasserstoffpionier Japan setzt. Auch in der deutsch-japanischen Energiepartnerschaft, die von den Wirtschaftsministerien beider Länder initiiert wurde, ist Wasserstoff ein wichtiges Thema.
Denn Japan hat bereits 2017 als erstes Land eine nationale Wasserstoffstrategie verabschiedet. Während Europa Wasserstoff erst seit Kurzem ernst nimmt, investieren Nippons Regierung und Konzerne seit Jahren massiv, um bis 2030 einen globalen Markt für das Gas sowie exportfähige Technologie zu schaffen.