Robo- & Video-Ident: Elektronische Patientenakte: Krankenkassen ergänzen digitale Ident-Verfahren
So läuft das Verfahren, das die Techniker und nun auch die Barmer einsetzen.
Foto: NectDüsseldorf. Der weite Weg in die Geschäftsstellen der Krankenkassen wird zunehmend überflüssig. Die Barmer und die meisten Betriebskrankenkassen bieten für die Erst-Identifizierung bei der elektronischen Patientenakte (ePA) nun auch digitale Verfahren an.
Mit dem Start der ePA am ersten Januar war die Kritik groß: Fast alle Krankenkassen forderten ihre Versicherten auf, ihre Identität in der Geschäftsstelle überprüfen zu lassen, wenn sie ihre ePA anlegen wollten. Für manche hätte das einen Weg von mehreren hundert Kilometern bedeutet. Allein die Techniker setzte auf Robo-Ident und die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) sowie einige kleinere Kassen auf Video-Ident.
Bei Robo-Ident werden über die Smartphone-Kamera der Personalausweis und die elektronische Gesundheitskarte gescannt und das Gesicht des Versicherten mit dem Ausweisbild verglichen.
Um zu zeigen, dass es sich um die reale Person und kein Bild des Versicherten handelt, muss dieser bestimmte Worte in die Kamera sagen. Bei Video-Ident wird die Identifikation mit dem Personalausweis über einen Videochat mit einer realen Person durchgeführt.