Welthandel: Stau wird immer größer: Blockade des Suezkanals schürt in der Wirtschaft die Sorge über Engpässe
Die „Ever Given“ steht immer noch quer.
Foto: APZürich, Düsseldorf, München. Noch immer steckt das im Suezkanal auf Grund gelaufene Containerschiff „Ever Given“ fest. Versuche, den Frachter aus seiner Lage zu befreien, blieben am Donnerstag erfolglos. Seit Dienstag blockiert der 400 Meter lange Frachter, der 20.288 Container transportieren kann, die vielbefahrene Wasserstraße zwischen Europa und Asien.
Bislang bewegt sich das Schiff kaum. Berichten zufolge wollen die ägyptischen Behörden einen Teil der Container entladen. Zudem kommen Taucher mit Spezialgerät zum Einsatz.
Lesen Sie auch:
Der Stau an Schiffen, die auf eine Freigabe der Passage warten, wird stündlich länger: Am Donnerstag waren es der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge rund 237 Schiffe, darunter Dutzende Öltanker. Durch die Folgen der Havarie reduziert sich das abgewickelte weltweite Handelsvolumen um rund 400 Millionen US-Dollar pro Stunde.
Am Ölmarkt bleibt die Blockade das bestimmende Thema – die Ölpreise stiegen am Freitag wieder. Ein Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent kostete am Morgen 62,71 US-Dollar. Das waren 76 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass amerikanisches Rohöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) stieg um 81 Cent auf 59,37 Dollar.