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FlugverkehrReiselust der Deutschen: Flughafen BER will vom Mallorca-Effekt profitieren

Zehntausende Deutsche zieht es über Ostern nach Mallorca. Der Berliner Airport-Chef registriert einen ersten Erholungseffekt auf den Flugverkehr.Dietmar Neuerer 02.04.2021 - 13:39 Uhr Artikel anhören

Reisende nach ihrer Ankunft am Flughafen Mallorca. Für den Rückflug ist mittlerweile ein negativer Test erforderlich.

Foto: AFP

Berlin. Der Chef des Hauptstadtflughafens BER, Engelbert Lütke Daldrup, hofft auf eine Wiederbelebung des Flugverkehrs durch die Aufhebung von Reisewarnungen für bestimmte Urlaubsziele. „Das gesteigerte Interesse an Flügen nach Mallorca unmittelbar nach Aufhebung der Quarantäneregelung spricht für eine hohe aufgestaute Reisebereitschaft“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB).

Weil die Menschen in den Urlaub fliegen wollten, nähmen sie dafür auch coronabedingte Auflagen wie eine Testpflicht vor dem Abflug in Kauf. „Das ist ein Zeichen dafür, dass sich der Flugverkehr mit einer schlüssigen Test- und Hygienestrategie allmählich wieder erholen kann“, sagte Lütke Daldrup.

Deutschland hatte die Reisewarnung für Mallorca Mitte März wegen der niedrigen Corona-Zahlen aufgehoben. Seitdem waren Mallorca-Urlauber bei ihrer Rückkehr von einer Quarantäne und bis vergangenen Dienstag auch von der Testpflicht befreit. Das hatte vor den Osterferien einen Buchungsboom ausgelöst.

Alleine Eurowings flog die Insel am letzten Märzwochenende 44 Mal von neun deutschen Flughäfen an. Das sind fast vier Mal so viele Flüge wie am Wochenende zuvor (12). Genaue Passagierzahlen nannte die Fluggesellschaft nicht. Tui brachte knapp 2000 Pauschalurlauber mit 15 Maschinen von fünf deutschen Flughäfen auf die Insel.

Vor dem Hintergrund der angespannten Corona-Lage in Deutschland führte Berlin dann die Testpflicht ein, der sich einreisende Flugpassagiere vor dem Abflug im Ausland unterziehen müssen.

Am BER ist die Zahl der Passagiere im März im Vergleich zum Februar 2021 leicht angestiegen. Im vergangenen Monat starteten und landeten 220.250 Passagiere am BER. Damit wurden gut 73.000 Passagiere mehr abgefertigt als im Februar dieses Jahres.

Ausschlaggebend für die Zunahme sind der Ferienreiseverkehr und die Aufhebung von Reisewarnungen für Urlaubsziele wie Mallorca. Dennoch verharren die Passagierzahlen ein Jahr nach Beginn der weltweiten Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie an allen deutschen Flughäfen weiterhin auf sehr niedrigem Niveau.

Das Passagieraufkommen am BER betrug im Vergleich zum März 2020 nur rund ein Fünftel. Im März des Vorkrisenjahres 2019 wurden an den damaligen Flughäfen Schönefeld und Tegel noch knapp drei Millionen Passagiere abgefertigt.

Im März 2021 wurden am BER rund 4000 Flugbewegungen gezählt. Im Vergleich dazu starteten und landeten im März 2020 noch rund 13.000 Maschinen an den Flughäfen Schönefeld und Tegel. Im März 2019 waren es mehr als 23.000.

Scheuer will Urlauber-Testpflicht verlängern

Die Testpflicht-Regelungen gelten vorerst bis einschließlich 12. Mai. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) macht sich indes für eine Verlängerung für Flugreisen nach Deutschland stark. „Sie muss beibehalten werden. Das wird sich in den nächsten Wochen einspielen. Testen wird zu einer Selbstverständlichkeit werden, wenn man unterwegs ist“, sagte der Politiker der Nachrichtenagentur dpa. „Das brauchen wir als Brücke, bis wir durchgeimpft sind.“

Den Corona-Test muss man schon vor dem Start im Abflugland machen. Wer der Fluggesellschaft keinen Nachweis über ein negatives Ergebnis vorlegen kann, darf nicht in die Maschine einsteigen. Ausgenommen von der Testpflicht sind die Crews und Kinder bis fünf Jahre.

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„Wir haben in Zusammenarbeit mit Airlines und Reiseveranstaltern sehr pragmatische und gute Lösungen für die Testpflicht gefunden für jeden, der im Ausland wie Mallorca unterwegs ist – auch wenn ich ganz deutlich sagen will: Zum jetzigen Zeitpunkt sind Auslandsreisen keine gute Idee“, sagte Scheuer. „Die Menschen müssen sich klar machen: Es geht um Gesundheitsschutz und eine gewisse Solidarität mit der Gesellschaft, nämlich dass man getestet zurückkommen muss.“

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