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AutomobilzuliefererConti-Technikchef Dirk Abendroth verlässt überraschend den Konzern

Der CTO war eine zentrale Figur des noch nicht abgeschlossenen Konzernumbaus. Für Continental ist Abendroths Abgang ein Verlust.Roman Tyborski 08.04.2021 - 16:30 Uhr Artikel anhören

CTO Dirk Abendroth verlässt Continental.

Foto: Continental

Düsseldorf. Continental muss sich einen neuen Technikchef suchen. Dirk Abendroth – seit Anfang 2019 im Konzern – verlässt den Automobilzulieferer Ende Juni. Der CTO wechselt in ein Unternehmen außerhalb der Autobranche. Mit Abendroth verliert Continental eine zentrale Figur des Konzernumbaus.

Abendroth gilt als Miterfinder der neuen Konzernstrategie, die den hardwarelastigen Zulieferer zu einem Softwarekonzern umgestalten soll. Der ehemalige Konzernchef Elmar Degenhart hatte den 46-Jährigen genau dafür zu Continental gelotst.

Vor seiner Zeit als CTO bei Conti hatte er bei BMW Pionierarbeit bei der Entwicklung der elektrifizierten i-Reihe des Münchener Autobauers geleistet. Danach zog es Abendroth ins Silicon Valley im US-Bundesstaat Kalifornien. Dort hat der studierte Elektrotechniker für das chinesische Elektroauto-Start-up Byton gearbeitet.

Als CTO sollte Abendroth die über Jahre teilweise festgefahrenen Strukturen bei Continental aufbrechen und Entwicklungsprozesse, vor allem im Softwarebereich, vereinheitlichen und beschleunigen.

Abendroth hat hier zwar wichtige Umbauprozesse angestoßen, abgeschlossen sind sie aber noch nicht. Für Continental und Konzernvorstand Nikolai Setzer ist der überraschende Abgang daher ein großer Verlust.

Nachfolge von Abendroth noch unklar

„Das ist keine gute Entwicklung“, sagt ein Konzernkenner. Eine Nachfolge gibt es laut einem Konzernsprecher noch nicht. Als Erste hatte die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ über Abendroths Abgang berichtet.

Nachdem Contis Ex-Chef Degenhart seinen Chefposten Ende Oktober abgegeben hatte, wurde intern spekuliert, dass der mit acht Mitgliedern vergleichsweise große Vorstand verkleinert werden könnte. Abendroth galt als potenzieller Vorstand von Contis Automotive-Sparte. Er hätte die Aufgaben von Helmut Matschi, Leiter der Geschäftseinheit Vehicle Networking and Information, und Frank Jourdan, Leiter der Geschäftseinheit Autonomous Mobility Solutions, übernehmen können.

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Doch Mitte März wurde bekannt, dass Konzernchef Setzer einen anderen Weg gehen wird. Ab 2022 wird er die Automotive-Sparte in die Einheiten automatisiertes Fahren, Sicherheit und Vernetzung aufteilen. Dabei wird Matschi seinen Geschäftsbereich behalten. Jourdan behält das Sicherheitssegment. Die Zuständigkeit für das automatisierte Fahren wird ihm jedoch entzogen und an Frank Petznick, bislang Leiter des Fahrerassistenzbereichs, übergeben.

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