Feldtest: Erprobung der elektronischen Patientenakte läuft zwiegespalten
Versicherte wünschen sich Erinnerungsfunktionen in den Apps der Krankenkassen.
Foto: ImagoDüsseldorf. Seit Januar müssen die Krankenkassen allen 73 Millionen gesetzlich Versicherten eine elektronische Patientenakte (ePA) anbieten, in der diese ihre Gesundheitsdaten sammeln können. Ab dem ersten Juli müssen auch die Ärzte sich an das System anbinden. Ein paar Mediziner und Krankenhäuser in den Testregionen Berlin und Westfalen-Lippe nutzen die ePA in Kooperation mit ihren Industriepartnern bereits seit Beginn des Jahres.
750 bis 1000 Dokumente sollen während der Tests insgesamt in die ePA eingestellt werden, gibt die Gematik an. Außerdem würden die Funktionen „suchen“, „lesen“ und „löschen“ erprobt. „Wie bei allen großen Projekten in der Testphase gab es Probleme, die wir behoben und aus denen wir gelernt haben“, erklärt die Gematik.
Handelsblatt Inside wollte das genauer wissen, hat mit Beteiligten gesprochen und erste Erfahrungsberichte eingeholt. Ein erstes Fazit: Technisch läuft die Integration der ePA gut, in der Versorgung gibt es einige Kritikpunkte, und vielfach wird sich eine verpflichtende Integration der Notfalldaten in die Akte gewünscht.