Fondsgesellschaften: DWS, Amundi, Invesco: ETF-Anbieter steuern auf eine Übernahmewelle zu
Der französische Vermögensverwalter hat vor wenigen Wochen den Kauf von Lyxor Asset Management angekündigt. Es könnte der Startschuss einer neuen Konsolidierung werden.
Foto: ReutersFrankfurt. Yves Perrier hat es noch einmal allen gezeigt. Mit dem vor wenigen Wochen verkündeten Kauf von Lyxor steigt der Konzernchef des französischen Vermögensverwalters Amundi, der im Mai die Macht an seine Nachfolgerin Valérie Baudson abgibt, zum zweitgrößten ETF-Anbieter in Europa auf.
Doch längst sind es nicht die Franzosen allein, die ein Auge auf das vielleicht erfolgreichste Finanzmarktprodukt in diesem Jahrtausend, den Indexfonds, geworfen haben. Immer mehr Vermögensverwalter wollen auf dem rasant wachsenden Markt stärker mitmischen – und fassen dabei auch Aufkäufe ins Auge.
Fressen oder gefressen werden: Der Lyxor-Deal ist möglicherweise erst der Anfang. „Es können weitere Deals folgen, denn nach dem Pandemie-Börsenschock im März letzten Jahres wurden Pläne aufgeschoben, es gab einen Stau, das normalisiert sich jetzt“, sagt Detlef Glow, Analyst bei der Fonds-Datenbank Refinitiv Lipper. In Europa werden auf dem Markt für „Exchange Traded Funds“, den börsengehandelten Indexfonds, kurz ETF, inzwischen fast alle wichtigeren Anbieter als potenzielle Käufer oder Verkäufer gehandelt.