Private Equity: Finanzinvestor KKR geht in Deutschland auf Expansionskurs
In Deutschland, Österreich und der Schweiz hat KKR seit 1999 über verschiedene Anlageklassen hinweg mehr als elf Milliarden Euro an Eigenkapital investiert.
Foto: ReutersFrankfurt.. Kohlberg Kravis Roberts – die unter dem Kürzel KKR wohl bekannteste Private-Equity-Gesellschaft der Welt – kündigt weitere Beteiligungen in Deutschland an. „Wir sind auf Expansionskurs“, sagt Deutschlandchef Christian Ollig im Gespräch mit dem Handelsblatt. KKR ist in Deutschland unter anderem am Medienhaus Axel Springer, der Marktforschungsgesellschaft GfK und dem Rüstungselektroniker Hensoldt beteiligt.
Weltweit bekannt wurde KKR erstmals im Jahr 1988 in den USA, als der Finanzinvestor den Mischkonzern RJR Nabisco für 25 Milliarden Dollar übernahm. Das Unternehmen bestand unter anderem aus dem Tabakkonzern R.J. Reynolds sowie dem Lebensmittelkonzern Nabisco. Der Gesamtkonzern wurde dann über mehrere Jahre hinweg in Einzelteilen verkauft.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz hat KKR seit 1999 über verschiedene Anlageklassen hinweg mehr als elf Milliarden Euro an Eigenkapital in 29 Unternehmen investiert – und die Bedeutung des deutschen Markts wächst. „Wir haben früh in der Corona-Pandemie weiter investiert wie beispielsweise in Wella. Rund ein Drittel unserer europäischen Investitionen fließt in deutsche Unternehmen“, sagt Ollig.