ESG-Geschäft: Deutsche Börse baut Angebot für nachhaltiges Investieren aus
Die Deutsche Börse setzt vier Stufen für das ESG-Investieren an. In der vierten Stufe sollen Treibhausgase möglichst stark reduziert werden.
Foto: ZBFrankfurt. Am Mittwoch startet die Deutsche Börse eine Indexfamilie für weltweite Aktien mit Nachhaltigkeitsprofil. „Die Nachfrage nach solchen Finanzprodukten steigt, darauf richten wir uns ein“, sagte ein Sprecher der Deutschen Börse dem Handelsblatt.
Die Deutsche Börse hatte Ende des vergangenen Jahres den Stimmrechtsberater ISS mit seiner Expertise für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) gekauft, davor bereits Messlatten für den Dax mit entsprechender Ausrichtung lanciert, ebenso angepasste Messlatten über Stoxx, die zur Deutsche-Börse-Gruppe gehören.
In der neuen Indexfamilie „iStoxx World Index“ für Aktien aus den Industrieländern bieten insgesamt vier Messlatten unterschiedliche ESG-Niveaus. Der niedrigste Ansatz schließt kontroverse Geschäftsfelder wie Tabak und kontroverse Waffen aus, der schärfste zielt auf tiefe Treibhausgasemissionen.
Initiator ist der größte niederländische Pensionsfonds APG, der zum Start eine Milliarde Euro in den „iStoxx APG World Responsible Low-Carbon SDI Index“ steckt. Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock übernimmt das Management. Den Index berechnet das zur Deutsche-Börse-Gruppe gehörende Unternehmen Qontigo.
Kapital kann sich vervielfachen
„Wir wollen mit diesem Produkt vor allem mittelgroße Pensionsfonds ansprechen“, sagte Ronald van Dijk von APG. Bei diesen Investoren erkennt er eine Neigung zu Indexangeboten. Alle Beteiligten argumentieren bei ihrer Initiative auch mit dem großen Wachstumspotenzial auf dem Feld ESG.