Immobilien: Nach Leerverkäufer-Angriff: Adler beauftragt unabhängige Prüfung – Vonovia greift nach 13 Prozent der Anteile
Adler reagiert wie angekündigt auf die Vorwürfe von Fraser Perring, weist diese aber weiter vehement zurück.
Foto: dpaBerlin, Düsseldorf, Frankfurt. Die Nachrichten um den Wohnungskonzern Adler reißen nicht ab: Nach dem Leerverkäufer-Angriff auf die Adler Group will sich das Unternehmen einer Untersuchung unabhängiger Gutachter stellen, wie Adler am Freitag bekanntgab.
Das Management und der Verwaltungsrat hätten beschlossen, „externe unabhängige Berater und Wirtschaftsprüfer zu beauftragen, um eine umfassende Überprüfung der Vorwürfe, insbesondere der Dritttransaktionen, durchzuführen“, hieß es in der Mitteilung, mit der das SDax-Unternehmen erneut auf die Vorwürfe des britischen Shortsellers Fraser Perring reagierte.
Adler verwies auf bestehende Gutachten zu seinem Portfolio und den Entwicklungsprojekten. So habe der Dienstleister CBRE den Wert des Renditeportfolios zum 30. Juni mit 8,9 Milliarden Euro (Fair Value) beziffert. „Dabei handelte es sich nicht um eine Überprüfung einer internen Bewertung, sondern um eine vollständige externe unabhängige Bewertung“, teilte Adler mit. Die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen seien von Wirtschaftsprüfern aus dem Haus KPMG überprüft worden.
Das Entwicklungs-Portfolio sei zum selben Stichtag von NAI Apollo bewertet worden. Dieses entspräche einem Fair Value von 3,7 Milliarden Euro. Dazu gehörten Bewertungen von „Development-Projekten der Consus Real Estate AG und der Brack Capital Properties N.V.“, die von KPMG und PKF Amit Halfon überprüft worden seien, teilte der Konzern mit.