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  5. Deutscher Beteiligungsmarkt: Geschäftsklima nur noch verhalten positiv

Private-Equity-BarometerStimmungsbarometer stagniert – Finanzinvestoren begeben sich in Wartestellung

Die Beteiligungsmanager zeigen sich im dritten Quartal zurückhaltender als zuletzt. Vor allem die Folgen einer vierten Coronawelle sind noch nicht absehbar.Peter Köhler 23.11.2021 - 15:16 Uhr Artikel anhören

Während der Coronakrise war das Barometer für das Geschäftsklima auf dem deutschen Private-Equity-Markt auf einen Tiefstand gefallen.

Foto: dpa

Frankfurt. Die Stimmung unter den Finanzinvestoren hat sich im dritten Quartal des Jahres nicht weiter verbessert. Der Geschäftsklimaindikator des German Private Equity Barometer (GPEB) steht fast unverändert bei plus 11,1 Punkten. Das Geschäftsklima auf dem deutschen Private-Equity-Markt stagniere, nachdem es im vergangenen Quartal den Coronablues hinter sich gelassen hat, sagte Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW.

Während der Coronapandemie war das Stimmungsbarometer bis auf minus 85,4 Punkte gefallen. Erst im zweiten Quartal dieses Jahres kehrte es in den positiven Bereich zurück. Vom Rekordstand bei plus 35,2 Punkten Mitte 2018 ist man aber immer noch weit entfernt.

Beim Pulsmesser für die Industrie hat sich im Vergleich zum zweiten Quartal 2021 ein Rückgang um 2,1 Punkte ergeben. Ein Grund sei die Mittelstandskonjunktur, die nach dem Stimmungsaufschwung in den letzten drei Monaten einen Dämpfer nach dem anderen bekommen habe.

Die Gesamtschau der Klimaindikatoren erwecke den Eindruck, dass sich der deutsche Private-Equity-Markt gerade in einer Warteschleife befinde und darauf achte, welche Signale aus dem Mittelstand kommen, heißt es vom Branchenverband BVK, der zusammen mit der KfW das GPEB erstellt.

„Nachdem sich Beteiligungskapital seit Krisenbeginn als Stabilitätsanker erwiesen hat, wird es nun wieder stärker zum Wachstumsmotor und Innovationstreiber für die Unternehmen“, sagt Ulrike Hinrichs, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des BVK.

Auswirkungen der vierten Coronawelle sind noch unklar

Es ist dabei noch nicht absehbar, wie sich die neue Coronawelle auswirken wird. Erste Anhaltspunkte liefert allerdings eine aktuelle Untersuchung der Unternehmensberatung FTI-Andersch und der HHL Leipzig Graduate School of Management, die sich mit den bisherigen Folgen befasst hat.

„Die Coronakrise sorgt dafür, dass sich die Haltedauer der Unternehmen in den Portfolios der Private-Equity-Fonds verlängert. Nach der Finanzkrise 2008 waren das im Schnitt sechs Monate bis ein Jahr, das könnte sich jetzt wiederholen“, sagt Professor Bernhard Schwetzler, der die Untersuchung wissenschaftlich geleitet hat.

Rund 40 Prozent der Private-Equity-Fonds hätten zusätzliche Mittel für die Portfoliofirmen bereitgestellt, sagt Martin Schneider, Experte bei der Unternehmensberatung FTI-Andersch für Private Equity.

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Knapp jeder vierte Fonds (24 Prozent) hat bei der Untersuchung angegeben, dass sich die eigenen Portfolio-Unternehmen während der letzten zwölf Monate besser entwickelt hätten als zuvor. Dabei habe sich vor allem das durch die Pandemie hervorgerufene veränderte Kunden- und Nutzerverhalten stark (45 Prozent) oder besonders stark (15 Prozent) positiv ausgewirkt.

Als größte Herausforderung für die Post-Corona-Zeit haben die befragten Private-Equity-Fonds die Optimierung ihrer Lieferketten (87 Prozent) sowie den Fokus auf präventives Krisenmanagement (83 Prozent) genannt.

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