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AutoindustriePorsche tauscht den China-Chef aus

Michael Kirsch übernimmt zum 1. Juni den größten Einzelmarkt von Porsche. Im Januar stagnierte der Absatz in China.Martin-W. Buchenau 15.02.2022 - 14:15 Uhr Artikel anhören

Der neue China-Chef war bereits von 2012 bis 2016 als COO für Porsche in China.

Foto: porsche

Stuttgart. Michael Kirsch, 56, derzeit noch Geschäftsführer von Porsche Japan, wird zum 1. Juni dieses Jahres China-Chef beim Autohersteller. Sein Vorgänger Jens Puttfarcken wechselt nach fast 25 Jahren bei Porsche zur Konzernschwester Audi und wird dort Europa-Vertriebschef.

„Michael Kirsch hat Porsche in Asien aus verschiedenen Positionen heraus erfolgreich weiterentwickelt und ist damit die ideale Besetzung für China“, sagt Porsches Vertriebschef Detlev von Platen. Vor allem in den Bereichen Kundenzufriedenheit und Servicequalität habe Kirsch große Erfolge vorzuweisen. „Ich bin mir sicher, dass er in China weitere wertvolle Impulse setzen und die Strahlkraft unserer Marke dort weiter steigern wird“, sagte von Platen.

Der neue China-Chef war bereits von 2012 bis 2016 als COO für Porsche in China. Danach folgten drei Jahre die Gesamtverantwortung für Korea und drei Jahre später für Japan. Seine Karriere begonnen hatte er bei einer internationalen Hotelkette. Vor seinem Engagement bei Porsche war Kirsch in verschiedenen Managementfunktionen beim Konkurrenten BMW tätig.

Mittlerweile wird jeder dritte Porsche im Reich der Mitte verkauft, das sind rund 95.000 pro Jahr. China ist seit 2015 der größte Einzelmarkt der Zuffenhausener, gefolgt von den USA mit 70.000 Fahrzeugen. Hierzulande verkaufte die Edelmarke rund 28.600 Autos jährlich.

Porsche ist zwar sehr stark vom chinesischen Markt abhängig, kann sich aber auch mithilfe des neuen Elektrosportwagens Taycan anders als beispielsweise die Marke Volkswagen sehr gut behaupten. Erst am vergangenen Freitag vermeldete der VW-Konzern für den Januar 2022 in China ein Absatzminus von 18 Prozent. Das Unternehmen begründet das auch mit den Engpässen bei den Halbleitern.

Absatzzahlen nicht ausschlaggebend für den Wechsel

Porsche hingegen konnte im Januar den Absatz noch konstant halten, auch weil der Luxushersteller wegen der hohen Margen im Konzern bevorzugt wird bei der Belieferung mit den derzeit weltweit knappen Autohalbleitern.

Die Absatzzahlen waren aber nicht ausschlaggebend für den Wechsel an der Spitze in China, heißt es in Zuffenhausen. Unter Puttfarcken hatte Porsche seine Präsenz in dem Land kontinuierlich ausgebaut. Unter anderem gründete das Unternehmen im Jahr 2019 Porsche Digital China. In diesem Jahr soll der Forschungs- und Entwicklungs-Satellit in Schanghai fertig sein.

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