E-Commerce: Die Logistik wird die größte Herausforderung für Douglas im Apothekenmarkt
Die Anbieter setzen in der Logistik zunehmen auf Automatisierung.
Foto: Shop Apotheke EuropeDüsseldorf. In einer Lagerhalle sind Medikamentenpackungen in großen Holzregalen einsortiert. Auf meterlangen Tischreihen stehen Kartons, die ausgeräumt werden müssen. Die Szenen stammen aus einem Videobeitrag, den die Versandapotheke Disapo Anfang April vergangenen Jahres auf Instagram gepostet hat. Ebenfalls im Bild zu sehen ist Gründer Franz Michael Peikert, der stolz seine Anlage zeigt, die 2020 an der deutsch-niederländischen Grenze in Heerlen eröffnet wurde.
Gegründet wurde die Versandapotheke 2004, jetzt soll sie an die Parfümeriekette Douglas verkauft werden. „Für uns ist das der strategische Einstieg in den deutschen und europäischen Onlineapothekenmarkt, der mit einem dreistelligen Milliardenvolumen noch größer ist als der Beautymarkt“, hatte Douglas-Chefin Tina Müller dem Handelsblatt gesagt. Noch prüft das Kartellamt die Übernahme.
Douglas liegt mit dem Zukauf allerdings noch stark hinter dem Wettbewerb zurück. Der geschätzte Jahresumsatz von Disapo liegt bei 90 Millionen Euro. Zum Vergleich: Konkurrent Shop Apotheke hat im vergangenen Jahr 627 Millionen Euro Umsatz gemacht, der Wettbewerber Doc Morris lag bei 565 Millionen Euro.