Donezk und Luhansk: Panzer ohne Kennzeichen gesichtet: Augenzeugen melden massive Truppenbewegungen in der Ostukraine
Das Foto zeigt Panzer der russischen Armee, die an einer Übung in Russland teilgenommen haben.
Foto: dpaBerlin. Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Montag die Entsendung von Truppen in die Ostukraine angeordnet. Die Einheiten sollen in den von Moskau nun als unabhängige Staaten anerkannten „Volksrepubliken Luhansk und Donezk“ für Frieden sorgen, wie aus einem Dekret hervorgeht, das der Kremlchef in der Nacht zum Dienstag in Moskau unterzeichnet hat.
Laut Berichten in den sozialen Medien haben russische Truppen kurz vor Mitternacht Mitteleuropäischer Zeit die Grenze zur Ukraine überquert. Laut der Nachrichtenagentur Interfax wurden auf dem Gebiet der selbsterklärten Volksrepublik Donezk „eine größere Zahl an gepanzerten Fahrzeugen“ gesichtet. In Donezk sollen auch Panzer gesichtet worden sein, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Ein Reuters-Reporter berichtete, dass die Panzer-Kolonnen keine Kennzeichen hatten. Schon in den Tagen vor dem Einmarsch waren Bilder im Umlauf, die russisches Militärgerät ohne Kennzeichen an der ukrainischen Grenze zeigte.
Wie Augenzeugen Interfax mitteilten, würden sich zwei Kolonnen gepanzerter Fahrzeuge auf dem Territorium der DVR befinden und in den Norden und Westen der Republik fahren. Das deckt sich mit Videos, die auf Twitter geteilt wurden, unter anderem vom Moskau-Korrespondenten des französischen „Figaro“. Die USA wollten am Montagabend den Einmarsch noch nicht bestätigen.