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KrankheitLauterbach empfiehlt mindestens 21 Tage Isolation bei Affenpocken

Die Weltgesundheitsorganisation hält eine rapide Ausbreitung der Affenpocken aktuell für unwahrscheinlich. Infizierte in Deutschland sollen sich isolieren. 24.05.2022 - 14:00 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Der Gesundheitsminister steht bei der Krankenhausreform vor einer enormen Aufgabe.

Foto: IMAGO/Emmanuele Contini

Bremen. Nach dem Auftreten der ersten Fälle von Affenpocken in Deutschland dringt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach darauf, die Ausbreitung schnell einzudämmen. Durch gute Kontaktnachverfolgung und Vorsicht könne dies in den Griff bekommen werden, sagte der SPD-Politiker am Dienstag am Rande des Deutschen Ärztetags in Bremen.

Er betonte zugleich, was man aktuell mit den Affenpocken erlebe, sei „nicht der Beginn einer neuen Pandemie“. Es handele sich um einen bekannten Erreger, und man wisse, wie man ihn bekämpfen könne.

Lauterbach sagte zudem, dass die Entwicklung sehr ernst zu nehmen sei. Es sei noch nicht bekannt, warum Ausbrüche international diesmal anders verliefen als in der Vergangenheit. Möglich sei, dass der Erreger oder die Anfälligkeit von Menschen sich verändert habe. Wenn Ausbrüche früh eingedämmt würden, könne man erreichen, dass sich der Erreger nicht bei Menschen einniste.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und RKI-Chef Lothar Wieler haben mit Blick auf die Ausbreitung der Affenpocken Entwarnung gegeben. „Was wir mit den Affenpocken erleben, ist nicht der Beginn einer neuen Pandemie“, sagte Lauterbach.

Der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, sprach von bislang fünf bekannten Fällen in Deutschland. Drei von ihnen hätten sich im Ausland angesteckt. Weltweit seien bislang 177 Fälle bekannt. In den meisten Fällen handele es sich dabei um Männer, die Sex mit Männern gehabt hätten. Die Symptome bei den in Deutschland entdeckten Fällen reichen von Hautausschlag über Fieber und starke Schmerzen im Intimbereich.

Es sei klar, dass hierzulande weitere Fälle zu erwarten seien, sagte Wieler. „Unser Ziel ist es deshalb, den Ausbruch einzudämmen.“ Dies könne über erfolgreiche Kontaktnachverfolgung, Vermeiden von engen Kontakten zu Infizierten und Hygienemaßnahmen gelingen. Risikogruppen müssten achtsam sein. Von den Affenpocken erholten sich die meisten Menschen in der Regel innerhalb weniger Wochen, sagte Wieler. Dennoch könne bei einigen Personen auch eine schwere Erkrankung auftreten.

Von den dem RKI bekannten Infizierten in mehreren Ländern hätten sich die meisten auf großen Veranstaltungen angesteckt, „die mit sexuellen Aktivitäten verbunden waren“, sagte Wieler. Beim Auftreten von zum Beispiel ungewöhnlichem Ausschlag und Verdacht auf Affenpocken sollten die Betroffenen unmittelbar zum Arzt gehen.

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Die Weltgesundheitsorganisation hat die Ausbreitung der Affenpocken als eindämmbar eingestuft. Der jüngste Ausbruch außerhalb Afrikas sei außergewöhnlich, aber Maßnahmen wie Hygiene und präventives Sexualverhalten würden bei der Eindämmung helfen.
dpa, jkl
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