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KonjunkturIfo: Exporteure starten mit weniger Optimismus ins zweite Halbjahr

Logistikprobleme und hohe Unsicherheit dämpfen den Ausblick der Exportwirtschaft in Deutschland. Allerdings geht die Entwicklung in den einzelnen Branchen auseinander. 27.06.2022 - 08:24 Uhr Artikel anhören

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rechnet in diesem Jahr mit einem Exportwachstum von 2,5 Prozent,

Foto: dpa

Berlin. Die deutschen Exporteure gehen mit weniger Optimismus in die zweite Jahreshälfte. Das Barometer für die Exporterwartungen fiel im Juni um 0,7 auf 3,7 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner monatlichen Umfrage unter 2300 Industriebetrieben mitteilte.

Zuvor hatte es zwei Anstiege in Folge gegeben. „Logistikprobleme und hohe Unsicherheit drücken den Ausblick der deutschen Exportwirtschaft“, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe.

Allerdings geht die Entwicklung in den einzelnen Branchen auseinander. So sind in der Automobilindustrie die optimistischen Erwartungen zurückgekehrt. „Die Branche erwartet erstmals seit Februar wieder Zuwächse beim Auslandsgeschäft“, sagte Wohlrabe. Auch der Maschinenbau, die Getränke- sowie die Bekleidungshersteller rechnen damit, mehr zu exportieren.

Einen deutlichen Dämpfer mussten dagegen die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen verkraften: Ihre Erwartungen fielen auf den niedrigsten Wert seit Juni 2020. Von Zuwächsen wird nur noch selten gesprochen. Rückläufige Auslandsumsätze erwarten die Möbelhersteller sowie die Drucker.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rechnet in diesem Jahr nur noch mit einem Exportwachstum von 2,5 Prozent, nachdem er Anfang des Jahres noch ein Plus von vier Prozent in Aussicht gestellt hatte. „Der Auftragsbestand bleibt in der Industrie auf Rekordhoch, auch die Kapazitätsauslastung ist hoch“, sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm kürzlich. „Doch die Produktion ist aufgrund der bestehenden Lieferengpässe zum Teil erheblich beeinträchtigt.“ Zudem lähme die „fragwürdige Null-Covid-Strategie Chinas“ den weltweiten Handel.

Die Volksrepublik hatte etwa das Finanzzentrum Schanghai zeitweise in einen wochenlangen Lockdown geschickt. Die Effekte der inzwischen aufgehobenen Corona-Lockdowns in China in Form von Produktionsstaus und gestörten Lieferketten dürften in den Sommermonaten noch zu spüren sein, erwartet der BDI. China ist der größte deutsche Handelspartner mit einem Volumen von 245 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

rtr
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