Exklusiv-Analyse: Rhetorik-Ranking: Das sind die besten Redner unter den Dax-CEOs
Klare Worte, einprägsame Bilder, cooler Auftritt: Der Telekom-Chef ist Sieger im Redner-Wettstreit der Dax-Chefs.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Wenn Telekom-Chef Tim Höttges von der Mobilfunkversorgung in Zügen redet, spricht er gern von „schwarzen Schäferhunden“. Auf der Hauptversammlung im April sagte der CEO wörtlich: „Während unsere Wettbewerber alle Hunde haben mit vielen schwarzen Punkten, aber vor allem vielen weißen Flecken, wollen wir den schwarzen Schäferhund bauen – also eine flächendeckende Versorgung aller Schienen in Deutschland.“
Was ulkig klingt, kommt beim Publikum und bei Rhetorikprofis offenbar gut an. Mit seinem Auftritt ist Höttges zum zweiten Mal in Folge zum Gesamtsieger des exklusiven, erweiterten Handelsblatt-Redner-Rankings gekürt worden. Das Besondere: Bis auf Telekom, Airbus und Qiagen wagte es kein Dax-Konzern, in Veranstaltungshallen mit Publikum zurückzukehren. Stattdessen wurde ausschließlich gestreamt.
Die Zukunft der Hauptversammlung dürfte dennoch hybrid sein. Für die Dax-Vorstandschefs, die beide Formate bedienen wollen, bedeutet das einen Spagat, um sowohl eine Verbindung mit dem Publikum im Raum als auch zur Kamera aufzubauen. Höttges hat das in diesem Jahr im Bonner World Conference Center vorexerziert: Als säße er in einem ICE, begrüßte er sein Publikum, um über das Bahnprojekt „Schwarzer Schäferhund“ zu sprechen.