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  4. Panasonic: Japanischer Partner will Tesla-Superakku in Kansas bauen

MilliardeninvestmentPanasonic baut neues Werk für Tesla-Akkus in den USA

Die neue Batteriegeneration soll die Reichweite von Tesla-Modellen deutlich steigern. Gebaut werden die Batterien vom japanischen Partner Panasonic.Martin Kölling 14.07.2022 - 08:18 Uhr Artikel anhören

Die neue Batteriegeneration vom Typ 4680 (links) soll die aktuellen 2170-Akkus ersetzen.

Foto: Reuters

Tokio. Panasonic will gemeinsam mit dem US-Elektroautohersteller Tesla eine weitere Batteriefabrik bauen. Im US-Bundesstaat Kansas investieren die Japaner vier Milliarden Dollar für eine weitere Akkufertigung, teilte der Konzern am Donnerstag mit. 4000 Mitarbeiter sollen dafür eingestellt werden.

„Angesichts der zunehmenden Elektrifizierung des Automobilmarkts ist der Ausbau der Batterieproduktion in den USA entscheidend, um die Nachfrage zu decken“, erklärte Kazuo Tadanobu, Chef von Panasonic Energy.
Tatsächlich geht es für Panasonic darum, seine Position als einer der wichtigsten Batterielieferanten von Tesla zu verteidigen.

Die Japaner hatten gemeinsam mit Tesla bereits die erste „Gigafactory“ in Nevada gebaut. Seither hat Tesla sein Lieferantennetz um chinesische und koreanische Hersteller erweitert. Panasonic ist daher im Zugzwang, weil gerade die koreanische Konkurrenz massiv in US-Werke investiert.

Südkoreas führender Akkuhersteller LG Energy Solution und General Motors wollen beispielsweise 2,6 Milliarden Dollar in ein neues Batteriewerk in Michigan investieren. Samsung SDI, ein weiterer koreanischer Akkuriese, und der transatlantische Autoriese Stellantis kündigten im Mai eine ähnlich große Investition an.

Seit dem früheren US-Präsidenten Donald Trump und seiner „America first“-Politik drängt die Regierung in- und ausländische Unternehmen, verstärkt in den USA zu investieren. Panasonics Milliardenprojekt sei daher ein „neuer Meilenstein für die wirtschaftliche und technologische Führungsrolle der USA und Japans“, erklärte US-Botschafter Rahm Emanuel.

Neue Batteriegeneration

Bei der ersten Gigafactory in Nevada war es zum Produktionsbeginn noch zu massiven Problemen bekommen. Aus dieser Erfahrung hat Panasonic gelernt: Bevor die Massenproduktion in den USA startet, erprobt der japanische Konzern auf zwei Produktionslinien die Fertigung der neuen Tesla-Batterien vom Typ 4680. Dort sollen die Produktionsprozesse verfeinert werden, um dann reibungsloser die Werke in anderen Ländern starten zu können

Tesla-Chef Elon Musk setzt große Hoffnungen in die kommende Batteriezell-Generation. Die neuen 4680-Akkus sollen perspektivisch im Tesla Model Y verbaut werden und die Reichweite um bis zu 30 Prozent erhöhen.

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Bis 2028 will Panasonic seine Produktionskapazität für zylindrische Akkus von derzeit 50 Gigawattstunden verdrei- oder vervierfachen. Tesla setzt als einer der wenigen Hersteller auf zylindrische Akkus, die sich flexibler im Fahrzeug installieren lassen. Das Geschäft mit prismatischen Batterien, die die meisten anderen Autobauer verwenden, hat Panasonic in Prime Energy Solutions eingebracht, ein Joint Venture mit dem japanischen Autohersteller Toyota.

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