Zinssitzung: Die US-Notenbank verschärft die Geldpolitik weiter – die Rezessionsgefahr wächst
Die Federal Reserve nimmt im Kampf gegen die Rezession eine empfindliche Abkühlung der US-Wirtschaft in Kauf.
Foto: ReutersNew York. Volles Haus bei der US-Notenbank Federal Reserve (Fed): Bei der kommenden Sitzung am Mittwoch werden zum ersten Mal seit 2013 alle freien Stellen besetzt sein, sowohl im Führungsgremium in Washington als auch bei den regionalen Notenbanken. Das erlaubt eine breite Diskussion über die anstehenden Schritte in der Geldpolitik.
Die meisten Ökonomen gehen von einer weiteren kräftigen Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte aus, wie bereits bei der jüngsten Sitzung im Juni. Damit würde der Leitzins auf die Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent steigen.
Mit jeder Zinserhöhung wächst das Risiko einer Wirtschaftskrise. Analysten beobachten bereits eine Abkühlung der Wirtschaft in einem Tempo wie zu Beginn der Pandemie oder nach Ausbruch der Finanzkrise. Dies sind die wichtigsten Punkte rund um den Zinsentscheid:
Wie gestaltet sich die weitere Zinsstrategie?
Wichtig werden vor allem etwaige Andeutungen von US-Notenbankchef Jerome Powell über die künftige Strategie, schreibt Michael Feroli, Chefökonom von JP Morgan Chase, in einer aktuellen Analyse. Seit Beginn der Zinswende im März hatte die Fed in ihren Statements stets betont, dass weitere Zinserhöhungen „angemessen“ seien. Wenn sie diese Aussage weiter im Statement lässt, „dann zeigt das die Absicht, dass die Fed die wirtschaftlichen Aktivitäten mit ihrer Zinspolitik bewusst drosseln will“, so Feroli.