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ChinaErneute Lockdowns belasten Konzerne in China – auch Apple betroffen

Die Null-Covid-Politik wird für Unternehmen zunehmend zur konkreten wirtschaftlichen Bedrohung. Wichtige Filialen und Fabriken müssen schließen, die Produktion bricht ein. 02.11.2022 - 12:06 Uhr aktualisiert Artikel anhören

In chinesischen Online-Netzwerken kursierten Aufnahmen, die Foxconn-Mitarbeiter bei der Flucht zeigen sollen.

Foto: Reuters

Shanghai, Peking. In China fordern steigende Corona-Zahlen und die Null-Covid-Politik der Regierung einen immer höheren Tribut in der Wirtschaft. Neben dem Apple-Zulieferer Foxconn sind etwa auch der Elektrofahrzeughersteller Nio und die Restaurantkette Yum China von den strikten Maßnahmen betroffen.

Nio setzte die Produktion in seinen Werken in der im Osten Chinas gelegenen Provinzhauptstadt Hefei aus. Yum China, Betreiber von KFC und Pizza Hut, teilte am Mittwoch mit, dass 1.400 seiner rund 12.400 Filialen in dem Land im Oktober vorübergehend geschlossen waren oder nur eingeschränkte Dienstleistungen anbieten konnten. Im Juli und August waren im Schnitt nur 400 Filialen betroffen.

China hat gegenwärtig mit dem größten Ausbruch des Virus seit dem Sommer zu kämpfen. Damals waren in mehreren Großstädten Millionen Menschen gezwungen, zu Hause zu bleiben oder sich im Rahmen der strengen Corona-Maßnahmen in zentrale Quarantäneeinrichtungen zu begeben.

Über einen Industriepark der Stadt Zhengzhou, in dem sich ein wichtiges Werk von Foxconn befindet, verhängten die Behörden am Mittwoch einen neuen Lockdown, der bis zum 9. November in Kraft bleiben soll.

Apple drohen dadurch Einbußen bei der Produktion, denn Foxconn produziert 70 Prozent aller iPhones weltweit - die meisten davon in Zhengzhou. Foxconn beschäftigt dort rund 200.000 Mitarbeiter.

Unmut der Beschäftigten wächst – Erste fliehen vor „Pandemie-Modus“

Inwiefern die jüngsten Maßnahmen das Unternehmen betreffen, gab der Industriepark nicht bekannt. Foxconn zufolge arbeitet das Werk weiter im Pandemie-Modus, in dem Beschäftigte isoliert von der Außenwelt auf dem Gelände leben und arbeiten.

Bei den Mitarbeitern wächst aber zunehmend der Unmut und mehrere Arbeiter flohen am Wochenende den Standort, nachdem sie sich in den sozialen Medien über ihre Behandlung und Versorgung beschwert hatten. Foxconn vervierfachte daraufhin die Boni zur Besänftigung der Mitarbeiter.

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Chinas Null-Covid-Politik gerät damit im Vergleich zum Rest der Welt immer mehr aus den Fugen. Doch Staatschef Xi Jinping hatte erst beim Kongress der Kommunistischen Partei Mitte Oktober den strikten Kurs erneut bekräftigt, mit dem größere Ausbrüche um jeden Preis eingedämmt werden.

Mehr als 80 Prozent der chinesischen Großstädte meldeten im vergangenen Monat neue Fälle, wobei die Ausbreitung durch Urlaubsreisen und neue Untervarianten befeuert wurde. An die Aktienmärkten in Shanghai und Hongkong legten die Kurse am Mittwoch unterdessen erneut zu, da trotz neuer Lockdowns auf eine Lockerung der Corona-Maßnahmen spekuliert wurde. Das hatte bereits am Vortag die Kurse beflügelt.

rtr
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