Green Innovation Week: Bluff oder Megatrend – Darum ist nachhaltiges Investieren so umstritten
Das Thema ESG lockt Anleger, sogar in schlechten Börsenzeiten wie in diesem Jahr.
Foto: Credit ist: dpa (2), imago, APFrankfurt. Es ist ein Trend, an dem kein Finanzmanager vorbeikommt: nachhaltiges Investieren. Sogenannte ESG-Aktienfonds sammeln seit Jahren immer höhere Investments bei vielen Anlegern ein. Sie versprechen, beim Investieren darauf zu achten, dass Unternehmen schonend mit der Umwelt (Environment) umgehen, ein soziales Profil (Social) berücksichtigen sowie eine saubere Unternehmensführung (Governance).
Das Akronym ESG dominiert inzwischen vieles am Kapitalmarkt. Doch aus dem einstigen Hoffnungsträger der Finanzindustrie ist ein Wachstumsfeld mit lädiertem Image geworden.
Das Thema, das noch vor einigen Jahren einen Hype auslöste, kämpft heute mit wachsendem Widerstand. Was bringt die Öko-Investments in die Kritik? Und wie viel Geld fließt noch in die Fonds?
Für die Finanzbranche geht es um viel. Das Thema lockt Anleger sogar in schlechten Börsenzeiten wie in diesem Jahr und wird so für Geldhäuser zu einem attraktiven Geschäftsfeld. Laut Bloomberg sollen bis Mitte des Jahrzehnts weltweit 53 Billionen Dollar nach ESG-Kriterien angelegt sein – das wäre mehr als ein Drittel des prognostizierten Gesamtvermögens.