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BaufinanzierungImmobilienpreise sinken im dritten Quartal

Der Umbruch am Immobilienmarkt wird immer deutlicher. Die Verkäufe gehen zurück, die Zinsen bleiben auf hohem Niveau – und die Belastung für potenzielle Käufer steigt.Julian Trauthig 21.11.2022 - 16:07 Uhr Artikel anhören

Die steigenden Zinsen verteuern den monatlichen Aufwand für eine Baufinanzierung deutlich. Dennoch wird im Verhältnis zur Nachfrage in Deutschland immer noch zu wenig gebaut.

Foto: IMAGO/Schöning

Düsseldorf. Ronald Slabke ist um keinen Superlativ verlegen: „Das ist ein historischer Absturz, so etwas habe ich in fast 30 Jahren am Markt nicht erlebt“, sagte der Chef des Finanzdienstleisters Hypoport, einer der größten Akteure am Wohnimmobilienmarkt, bei der Präsentation der Quartalszahlen Anfang der Woche. Im dritten Quartal ist das Vermittlungsvolumen der Finanzierungstochter Dr. Klein um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.

Wie groß der Umbruch auf dem Immobilienmarkt ist, lässt sich mittlerweile an immer mehr Zahlen zum dritten Quartal ablesen. Der Europace-Hauspreis-Index etwa, der echte Verkäufe und nicht nur Angebotspreise abbildet, zeigte im Oktober sinkende Immobilienpreise in allen Segmenten.

Stefan Münter, Co-CEO von Europace, einer der größten Baufinanzierungsplattformen in Deutschland, sagt zu den Zahlen am Dienstag: „Wir sehen auch im Oktober einen volatilen Immobilienmarkt mit sinkenden Preisen, vor allem für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen.“

Baufinanzierung: Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen gesunken

Im Vergleich zum Vormonat fielen die Preise demnach für Eigentumswohnungen im Oktober mit 2,01 Prozent am stärksten. Im Vorjahresvergleich lag der Anstieg mit 1,50 Prozent noch leicht im Plus. Für neue Ein- und Zweifamilienhäuser sanken die Preise um 0,25 Prozent leicht. Die Preise für Bestandsimmobilien nahmen im Oktober um 1,55 Prozent ab. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Preise für Bestandshäuser noch um 2,75 Prozent.

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