Aktien-Tipps: So stabilisieren Sie mit antizyklischen Aktien Ihr Depot
Der Konzern hat eine hohe Preissetzungsmacht und profitiert davon gerade in Zeiten hoher Inflation.
Foto: ReutersKöln. Die Börse gilt als Abbild der Wirtschaft: Die meisten Aktien orientieren sich am Lauf der Konjunktur. Das sind die zyklischen, konjunkturempfindlichen Aktien.
Antizyklische Papiere hingegen entwickeln sich eher unterdurchschnittlich, wenn es mit der Wirtschaft bergauf geht. Doch sie laufen überdurchschnittlich gut in wirtschaftlich schwierigen Zeiten oder gar einer Rezession. Mit solchen Titeln können Anlegerinnen und Anleger also auch in schwachen Marktphasen ihr Depot stabilisieren.
Antizyklische Werte könnten vor allem 2023 an Bedeutung gewinnen. Luca Paolini, Chefstratege von Pictet Asset Management, erwartet, dass sich das globale Wachstum auf 1,7 Prozent verlangsamen wird – „wobei die meisten Industrieländer stagnieren und Europa sogar eine Rezession erleben könnte“, fügt er hinzu.
Antizyklische Aktien aus den Sparten Konsum, Pharma und Versicherung
Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre kurzfristigen Wachstumsprognosen für den Euro-Raum zuletzt deutlich reduziert. Die Wirtschaft dürfte 2023 um 0,5 Prozent wachsen, erwartet die EZB. Bislang war sie von 0,9 Prozent ausgegangen.
Um antizyklisch zu kaufen, brauchen Investoren den nötigen Mut. „Das Sentiment in fallenden Märkten schreckt viele Investoren vom Kaufen ab, aber genau dabei geht es beim antizyklischen Investieren“, sagt Kai Heinrich, Vorstand der Plutos Vermögensverwaltung AG. Im Prinzip sollten Anleger bei schlechten Nachrichten zugreifen – weil dann viele andere Investoren verkaufen und die Kurse deshalb fallen.