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LuxusgüterkonzernRichemont schwächelt in China wegen Covid

Der Umsatz des Schweizer Konzerns wächst schwächer als von Analysten erwartet. Chinesische Konsumenten könnten Einkäufe aus dem Weihnachtsgeschäft jedoch noch nachholen. 18.01.2023 - 13:21 Uhr Artikel anhören

Richemont hat mit seinen Luxusmarken im Weihnachtsquartal weniger Umsatz gemacht als erwartet.

Foto: Bloomberg

Zürich. Die Ausbreitung des Coronavirus in China hat das Wachstum des Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont im Weihnachtsgeschäft stärker gebremst als erwartet. Der Umsatz kletterte zwar im Zeitraum Oktober bis Dezember 2022 währungsbereinigt um fünf Prozent auf 5,4 Milliarden Euro, wie der Hersteller von Cartier-Schmuck sowie Uhren der Marken A. Lange & Söhne und IWC am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten jedoch rund 5,7 Milliarden Euro Verkaufserlös im Weihnachtsquartal erwartet.

Corona führte Richemont zufolge auf dem chinesischen Festland zu einer erheblichen Störung des Einzelhandels: Kunden blieben aus, Personal war nicht verfügbar, Geschäfte hatten weniger lang offen oder wurden vorübergehend geschlossen. Der Umsatz in dem Land, in dem der Konzern Analysten zufolge rund ein Fünftel seiner Verkaufserlöse erzielt, sank um 24 Prozent. Stark angezogen haben die Umsätze in Europa, Japan und der Region Nahost-Afrika.

Auch die Konkurrenz bekam die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-Pandemie in China zu spüren. So teilte der britische Luxus-Modekonzern Burberry am Mittwoch mit, dass sich das Umsatzwachstum im Schlussquartal 2022 deutlich auf ein Prozent verlangsamte. Ergebniszahlen des französischen LVMH-Konzerns, der Gucci-Mutter Kering und des Schweizer Uhrenherstellers Swatch werden in den kommenden Wochen erwartet.

Die Anleger indes setzten nach der Aufhebung der strikten Corona-Beschränkungen bereits auf die Rückkehr der chinesischen Kunden und einen Boom der Branche. Mit einem Kursplus von 1,5 Prozent setzten sich die Richemont-Aktien an die Spitze der Schweizer Bluechips, in London stiegen die Burberry-Anteile um 2,7 Prozent. Julie Brown, Finanzchefin der Briten, sagte, dass in diesem Monat vielversprechende Anzeichen aus China gekommen seien. Analysten zeigten sich denn auch nicht allzu sehr beunruhigt von dem schlechter als erwarteten Wachstum Richemonts. „Die Auswirkungen Chinas sind massiv, aber wir sehen sie als vorübergehend an“, erklärte Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy. „Der Nachholbedarf der chinesischen Konsumenten wird ebenso stark sein wie der Umsatzrückgang im dritten Quartal, da sie während der Lockdowns Geld sparen konnten.“

rtr
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