Finanzministertreffen: Neues Hilfspaket für Ukraine geplant – G7-Staaten mit ungewöhnlichem Schritt
Der Bundesfinanzminister sieht bei der finanziellen Unterstützung der Ukraine jetzt andere Staaten an der Reihe.
Foto: IMAGO/photothekBangalore. Die Finanzminister der westlichen Industriestaaten (G7) wollen die Ukraine mit weiteren Finanzhilfen stützen. Bei einem Treffen im südindischen Bangalore diskutierten sie am Donnerstag über den Finanzbedarf des vom Krieg zerstörten Landes und darüber, wie dieser gedeckt werden kann.
„Wir brauchen zusätzliche Unterstützung für die Ukraine“, sagte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). Es gehe darum, dass das vom Krieg gebeutelte Land seine „reguläre Staatstätigkeit“ aufrechterhalten könne.
In einem Kommuniqué betonten die G7-Staaten ihre Bereitschaft zu weiteren Hilfen für die Ukraine. „Wir bekräftigen unsere unerschütterliche Unterstützung für die Ukraine und sind uns einig in der Verurteilung des russischen Angriffskriegs“, heißt es in der Erklärung. Es gebe bereits Hilfszusagen für das laufende Jahr von rund 39 Milliarden Dollar.
Allerdings soll der Finanzbedarf des Landes mittlerweile eher bei über 40 Milliarden Dollar liegen, wie es in Regierungskreisen hieß. Es sei ein „leicht höherer“ Bedarf denkbar, sagte Lindner.
Derzeit wird auch über ein weiteres Hilfsprogramm des Internationalen Währungsfonds (IWF) verhandelt, es könnte ein Volumen von 15 Milliarden Dollar über vier Jahre haben. Eine Bedingung ist aber, dass der restliche Finanzbedarf des Landes durch weitere bilaterale Hilfen gedeckt wird.