Schweizer Großbank: Schweizer Aufsicht sieht von Verfahren gegen Credit Suisse ab
Axel Lehmann hatte Anfang Dezember erklärt, dass die Abflüsse von verwalteten Vermögen zum Erliegen gekommen seien, woraufhin nochmals Milliarden von dem krisengeplagten Institut abgezogen worden.
Foto: ReutersZürich. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma verzichtet in Zusammenhang mit umstrittenen Aussagen von Credit-Suisse-Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann zu Abflüssen von Kundengeldern auf weitere Schritte. „Sie sieht keinen ausreichenden Anlass, in dieser Sache ein aufsichtsrechtliches Verfahren zu eröffnen“, erklärte die Behörde am Freitag Abend.
Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im Februar berichtet, dass die Finma die Schweizer Großbank in der Angelegenheit kontaktiert habe. Lehmann hatte Anfang Dezember erklärt, dass die Abflüsse von verwalteten Vermögen zum Erliegen gekommen seien. Danach waren aber nochmals Milliarden von dem krisengeplagten Institut abgezogen worden.
Die Finma bestätigte nun, dass sie mögliche Verletzungen des Finanzmarktrechts im Zusammenhang mit Lehmanns Aussagen geprüft habe. Diese hätten zu Reaktionen im Markt geführt. Die Finma habe abgeklärt, ob durch die Aussagen Anhaltspunkte für eine Verletzung des Finanzmarktrechts vorlägen, die im Rahmen eines aufsichtsrechtlichen Verfahrens unter die Lupe genommen werden müssten. Dafür bestehe kein ausreichender Anlass. „Sie hat der Bank aber ihre klaren Erwartungen in Bezug auf ihre künftige Kommunikation mitgeteilt“, hieß es weiter. Credit Suisse bestätigte den Abschluss des Verfahrens.