Silicon Valley Bank: „Werden die weiter reichenden Folgen des Kollapses eindämmen“ – Wie es nach der SVB-Pleite weitergeht
Die Aussichten bleiben unklar.
Foto: IMAGO/ZoonarNew York. Die Pleite der Silicon Valley Bank (SVB) schürt an den Finanzmärkten die Angst vor einer Ansteckungsgefahr. Die US-Einlagensicherung übernahm am Freitag die Kontrolle über die Bank, nachdem in den Tagen zuvor massiv Einlagen abgeflossen waren. Der Grund: Die Bank hatte frisches Eigenkapital gesucht, weil sie größere Anleihebestände in der Bilanz abschreiben musste. Anleihen haben seit der Zinswende deutlich an Wert verloren.
Vor allem kleinere Banken in den USA und Europa könnten vor ähnlichen Problemen stehen. Wenn Kunden das Gefühl hätten, ihr Geld sei dort nicht mehr sicher, würden sie es im Rekordtempo abziehen, warnte Hedgefonds-Manager Bill Ackman von Pershing Square.
Aus der US-Regierung verlautete, man wolle die weiter reichenden Folgen des Kollapses eindämmen. In Vorbereitung seien „substanzielle Maßnahmen“, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. US-Finanzministerin Janet Yellen schloss allerdings eine staatliche Rettung der SVB aus. Es werde jedoch versucht, eine Lösung für Kunden zu finden, die mehr als 250.000 Dollar bei der Bank geparkt hatten. In den USA greift bis dahin die Einlagensicherung.