SVB-Pleite: Die Fed steht vor einem neuen Balanceakt
Experten sind sich uneinig, wie die SVB-Pleite den Kurs der Notenbank beeinflussen wird.
Foto: imago images/XinhuaDüsseldorf, Frankfurt. Mehrere Monate hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) benötigt, um die Märkte von ihrer Entschlossenheit im Kampf gegen die hohe Inflation zu überzeugen. Die Pleite der Silicon Valley Bank (SVB) schürt nun jedoch Sorgen um die Stabilität des Finanzsystems – und lässt Experten daran zweifeln, dass die Währungshüter ihre Geldpolitik trotz des hohen Preisdrucks weiter straffen werden.
Die Meinungen über das weitere Vorgehen gehen weit auseinander. So geht die US-Bank Goldman Sachs davon aus, dass die US-Notenbanker die Zinsen während ihrer nächsten Sitzung am 21. und 22. März auf dem bisherigen Niveau belassen werden.
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Michael Feroli, Ökonom bei der US-Bank JP Morgan, erwartet hingegen einen Zinsschritt von einem Viertelprozentpunkt. Eine Erhöhung in diesem Umfang galt lange als sehr wahrscheinlich. Der US-Ökonom Mohamed El-Erian, der unter anderem die Allianz berät, spricht sich ebenso für diese Maßnahme aus. „Ich würde es bei 25 Basispunkten belassen und erklären, dass es andere Instrumente gibt, um die Finanzstabilität sicherzustellen.“