Umfrage: Die Unsicherheit unter Investoren hält an
Viele Investoren wollen in Zukunft weiter in Büroimmobilien investieren. Die beliebtesten Assetklassen sind allerdings Wohnen und Logistik.
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Foto: HandelsblattDie Frage, wann das Transaktionsgeschehen auf dem deutschen Immobilienmarkt wieder Fahrt aufnimmt, dürfte in dieser Woche viele Gespräche auf der Immobilienmesse Mipim in Cannes bestimmt haben. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Meinungen dazu sehr unterschiedlich waren. Diese Einschätzung legt zumindest eine Umfrage von Catella Research nahe, an der Mitte Februar 79 Investoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilgenommen haben.
Denn deren Einschätzungen zum Transaktionsgeschehen liegen weit auseinander: Während ein gutes Fünftel (21,5 Prozent) darauf setzt, dass es bereits im dritten Quartal 2023 wieder an Dynamik gewinnt, geht ein knappes Viertel davon aus, dass dies erst im vierten der Fall sein wird. Gut 29 Prozent rechnen sogar damit, dass sich die Starre erst im ersten Halbjahr 2024 löst, für mehr als 20 Prozent verschiebt sich das Aufleben der Transaktionsmärkte zeitlich noch weiter nach hinten.
Dass rund die Hälfte der Befragten erst 2024 mit mehr Dynamik auf den Transaktionsmärkten rechnet, überrascht Thomas Beyerle, Chef-Researcher bei Catella. Ein Grund sind aus seiner Sicht die derzeit unsicheren Rahmenbedingungen. Dazu zählt er die angekündigten Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB).