Ukraine-Krieg: Russlands Offensive ausgebremst – welche Möglichkeiten bleiben Putin?
Die russischen Truppen stehen unter Druck.
Foto: IMAGO/ITAR-TASSBerlin. Mit der Einnahme der ukrainischen Stadt Lyssytschansk, einem großen Verwaltungszentrum in der Region Luhansk, sollte für die russischen Truppen im Frühsommer 2022 alles anders werden.
Nach wochenlangem heftigen Abnutzungskampf zogen sich die ukrainischen Truppen zurück, während die Russen nach ihrem ersten großen strategischen Erfolg die Städte Slowjansk und Kramatorsk, rund 75 Kilometer westlich gelegen, ins Visier nahmen. Die geplante Großoffensive im Donbass kam allerdings schon kurz nach Lyssytschansk zum Stillstand.
Jetzt, gut zehn Monate später, wiederholt sich die Geschichte rund 50 Kilometer südlich im Donbass. Die russischen Truppen versuchen mit einer großangelegten Offensive seit Ende Januar, die Stadt Bachmut einzunehmen. Von dort soll es erneut bis hin zu den nun wiederum rund 50 Kilometer entfernten Städten Slowjansk und Kramatorsk weitergehen.
Aufgrund der Truppenüberzahl machten die Russen in Bachmut auch kontinuierlich Fortschritte, während an anderen Orten wie Wuhledar oder Kupjansk schon längst die nötige Truppenstärke fehlte. Der Abnutzungskampf mit Zehntausenden Toten droht nun in Bachmut allerdings zu einer Neuauflage des Lyssytschansk-Szenarios zu werden.