Grundsatzprogramm der CDU: Die CDU begibt sich auf die Spuren von Konrad Adenauer
Friedrich Merz, CDU-Chef will mit Vize Carsten Linnemann die Partei erwecken.
Foto: dpaBerlin. Im Feriendomizil des einstigen Bundeskanzlers Konrad Adenauer will die CDU-Führung mit ihren alten Grundsätzen brechen: Umgeben von Palmen und dem Duft der Azaleen werden sich Parteichef Friedrich Merz und sein Vize Carsten Linnemann gemeinsam mit den Leitern der zehn Fachkommissionen für das neue Grundsatzprogramm über Christi Himmelfahrt in die Villa Collina im italienischen Cadenabbia zurückziehen.
Fernab des Trubels in Deutschland wollen sie die Partei fit machen für die Bundestagswahl 2025 – und die schnelle Rückkehr ins Kanzleramt. Drei Tage nimmt sich die Runde und wird in den Pausen durch den drei Hektar großen Park flanieren, hinab zum Comer See schauen und sogar Boccia spielen – so wie einst Adenauer.
Nach 16 Jahren unter Angela Merkel müht sich die CDU unter ihrem neuen Vorsitzenden, die koalitionsbedingten Kompromisse der Vergangenheit über Bord zu werfen und das Bild einer bürgerlich-konservativen Partei zu entwerfen – in Zeiten von Disruption, Krieg, einem fragilen Europa, wankender Weltwirtschaftsordnung und dem Klimawandel.