Neue Auflagen: Auch bei der deutschen Reisebranche steht Robert Habeck in der Kritik
Gerade Reisende, die mit dem Flugzeug weitere Strecken nach Deutschland kommen, fehlen dem Gastgewerbe zusehends.
Foto: imago images/Westend61Bad Neuenahr, Köln, Düsseldorf. Ausbleibende Auslandsgäste, eine drohende Mehrwertsteuererhöhung in der Gastronomie, eine zerstörte Urlaubsregion an der Ahr: Es sind nur drei Beispiele für die Sorgen, die Deutschlands Hoteliers, Reiseveranstalter und Gastronomen aktuell beschäftigen. Entsprechend groß sind die Hoffnungen in die geplante „Nationale Tourismusstrategie“ des Bundeswirtschaftsministeriums. „Die Wettbewerbsfähigkeit und Krisenfestigkeit der Tourismusbranche zu stärken“, lautet deren erklärtes Ziel.
Mit der Münchener Managementberatung Dr. Fried & Partner hatte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) wenige Tage vor der Auftaktveranstaltung in der vergangenen Woche sogar einen externen Dienstleister verpflichtet, um eine „Nationale Plattform Zukunft des Tourismus“ einzurichten. Der Tourismusausschuss des Bundestags trommelte wichtige Branchenvertreter wie den Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), den Deutschen Reiseverband (DRV) und die Reisebüro-Organisation VUSR zusammen, um deren Anliegen für die künftige Strategie abzufragen.
Doch Habecks Kick-off sorgt für Enttäuschung. Auf gar keinen Fall werde er dieses Jahr in Urlaub fliegen, verkündete der Minister den Spitzenvertretern deutscher Tourismusverbände. Statt das Klima zu belasten, sollten die Deutschen in der Heimat bleiben, in seinem Wohnort nahe Flensburg sei es im Übrigen auch ganz schön.