Immobilienkrise: So trifft die Krise in den USA die Familie Otto
Das Paramount Plaza in New York gehört der Familie Otto. Doch die lukrativen Zeiten in der US-Metropole gehen langsam zu Ende.
Foto: Paramount PlazaNew York. Als Werner Otto im Jahr 1976 für 82 Millionen Dollar sein erstes New Yorker Hochhaus am Broadway kaufte, war es eine Wette auf eine kaputte Stadt. Für nur 32 Dollar pro Quadratmeter übernahm er mit der neu gegründeten Paramount Group das Gebäude und machte damit einen der besten Deals seines Lebens:
New York erholte sich wieder, die Immobilienpreise kletterten nach oben, und 2020 bewertete ein Investor das Gebäude mit 2,2 Milliarden Dollar.
Über die Jahre haben die Ottos zahlreiche prestigeträchtige Bürohäuser in den USA gekauft. Der Wert der Immobilien der Paramount Group lag zum Ende des ersten Quartals 2023 bei knapp sieben Milliarden Dollar. Insgesamt gehören der Hamburger Handelsdynastie elf Büroimmobilien in Manhattan und weitere sechs in San Francisco.
Doch ausgerechnet diese beiden Städte trifft die Büroimmobilienkrise derzeit besonders stark. New York und San Francisco sind die Städte, die nach der Covid-Pandemie am stärksten in den Abwärtsstrudel geraten sind. Die Prestigeobjekte der Ottos sind zur Belastung geworden.