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ChemieindustrieGeschäftsklima in Chemiebranche bricht ein – „Verschlechterte Auftragslage“

Mehrere Gewinnwarnungen in der Chemiebranche sorgten zuletzt für Aufregung. Eine Umfrage des Ifo-Insituts zeigt: Die schwersten Monate stehen der Branche noch bevor. 04.07.2023 - 08:18 Uhr Artikel anhören

Die Stimmung der deutschen Chemieunternehmen ist trüb.

Foto: dpa

Berlin. Die Stimmung in den Chefetagen der exportstarken deutschen Chemieindustrie ist im Juni eingebrochen. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel auf minus 28,3 Punkte, nach minus 12,5 im Mai, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte. Besonders die Aussichten für die kommenden sechs Monate haben sich weiter verschlechtert: Dieses Barometer fiel auf minus 25,6 Punkte, nach minus 5,5 Punkten im Mai.

„Es sind nicht nur die hohen Energie- und Produktionskosten, die die Geschäfte der Chemie belasten“, sagte Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf. „Auch die Auftragslage vieler Unternehmen hat sich weiter verschlechtert, denn die globale Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen ist immer noch schwach.“

Auch die aktuelle Geschäftslage wird nun noch schlechter beurteilt: Der Indikator fiel auf minus 31 Punkte und somit auf den tiefsten Wert seit Juni 2020. Eine der wenigen positiven Entwicklungen stellt dem Ifo-Institut zufolge die Versorgung mit Vorprodukten dar: Nur noch 12,5 Prozent der Unternehmen meldeten hier Engpässe. Das ist der niedrigste Wert seit 2021.

Bei den Preisen zeichnet sich ein Ende der Aufwärtsspirale ab: Die Mehrheit der Unternehmen will inzwischen ihre Preise senken, wie die Ifo-Forscher herausfanden. Ihre Wettbewerbsposition beurteilten die Unternehmen weniger negativ als noch im ersten Quartal 2023.

Im ersten Quartal fiel die Produktion in der Chemieindustrie nach Angaben des Branchenverbandes VCI um fast 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau. Für 2023 rechnete der VCI zuletzt mit einem Rückgang der chemisch-pharmazeutischen Produktion von fünf Prozent. Er äußerte mehrfach Kritik am Industriestandort Deutschland. Dieser werde international immer weniger wettbewerbsfähig. „Die Gefahr ist groß, dass in der energieintensiven Chemie Investitionen und Arbeitsplätze immer stärker ins Ausland abwandern“, warnte kürzlich VCI-Präsident Markus Steilemann, der auch Vorstandschef beim Kunststoffkonzern Covestro ist. 

rtr
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