Immobilien: US-Wohnungsbaugeschäft zieht im Juli an
Mit den Zinserhöhungen durch die Notenbank Federal Reserve sind auch die Hypothekenkredite teurer geworden, was das Baugeschäft tendenziell dämpft.
Foto: dpaWashington. Das Wohnungsbaugeschäft in den USA hat im Juli angezogen. Die Zahl der neu begonnenen Projekte stieg hochgerechnet auf das gesamte Jahr um 3,9 Prozent auf 1,452 Millionen, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit 1,448 Millionen gerechnet.
Die Zahlen für den Vormonat wurden zugleich revidiert: Statt der zunächst gemeldeten 1,434 Millionen Neubauten waren es im Juni lediglich 1,398 Millionen. Die Zahl der Baugenehmigungen, ein Indikator für das künftige Baugeschehen, legte im Juli zudem um 0,1 Prozent auf annualisiert 1,442 Millionen zu. Experten hatten 1,463 Millionen erwartet.
Mit den Zinserhöhungen durch die Notenbank Federal Reserve (Fed) sind auch die Hypothekenkredite teurer geworden, was das Baugeschäft tendenziell dämpft. Die Fed hat die Leitzinsen seit Anfang 2022 von nahe null auf eine Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent gehievt, um die Inflation in den Griff zu bekommen und den heiß gelaufenen Arbeitsmarkt abzukühlen. Sie will es von der Datenlage abhängig machen, ob sie im September nachlegt oder nicht.