Immobilien: Das Angebot sanierter Wohnungen sinkt – mit fatalen Folgen
Auf Gebäude entfallen in Deutschland etwa 35 Prozent des Endenergieverbrauchs und etwa 30 Prozent der CO₂-Emissionen.
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Düsseldorf. An diesem Freitag wird der Bundestag aller Voraussicht nach über das lange umkämpfte Gebäudeenergiegesetz abstimmen. Für den Fall, dass eine alte Heizung gegen eine neue ausgetauscht werden muss, sollen nun Anlagen Priorität haben, die regenerative Energiequellen nutzen.
Mindestens so wichtig wie die Wärmewende ist mit Blick auf den Klimaschutz aber die Aufgabe, Gebäude energetisch so fit zu machen, dass sie möglichst wenig Heizenergie benötigen. Eine neue Studie zeigt, dass das Sanieren in Deutschland dramatisch ins Stocken gerät. Wir zeigen die Auswirkungen und nennen die wichtigsten Gründe.
Die Experten von Immoscout24 haben untersucht, ob sich die Effizienzklasse von Häusern und Wohnungen, die bereits zum wiederholten Mal auf der Immobilienplattform zur Miete oder zum Kauf angeboten wurden, im Verlauf der Zeit verbessert hat. Das Ergebnis: Im ersten Quartal 2019 erreichte die Zahl der mehrfach inserierten und inzwischen sanierten Wohnimmobilien ihren vorläufigen Höhepunkt. Danach ging es – mit einer kurzen Ausnahme im Herbst 2022 – deutlich bergab: bis zum Jahreswechsel 2022/23 um fast 30 Prozent.