„Affirmative Action“: US-Gericht untersagt Risikokapital-Fonds gezielte Förderung schwarzer Frauen
Konservative fordern seit Jahrzehnten eine Abschaffung aller „Bevorzugungen“ von Minderheiten.
Foto: APBoston. Ein Urteil des Obersten US-Gerichts zu Minderheiten an Universitäten findet ein Echo in der Wirtschaft. Ein Bundesberufungsgericht erließ am Samstag eine einstweilige Verfügung, die einem Risikokapitalfonds vorerst die gezielte Förderung von Unternehmen schwarzer Frauen untersagt.
Zwei der drei Richter des Gerichts mit Sitz in Atlanta folgten damit einem Antrag der Gruppe American Alliance for Equal Rights. Diese wirft dem Fonds Fearless Fund vor, mit ihrer Vergabe-Politik andere Bevölkerungsgruppen zu diskriminieren. Am Dienstag hatte ein untergeordnetes Gericht einen ersten Antrag auf eine einstweilige Verfügung abgelehnt.
Der Chef von American Alliance, Edward Blum, begrüßte das neue Urteil. Eine Stellungnahme des Fearless Fund lag nicht vor.
Eine andere von Blum gegründete Gruppe war die treibende Kraft hinter dem Urteil des Supreme Court im Juni, das die Bevorzugung von bestimmten Minderheiten wie Afroamerikaner und Hispanics bei Aufnahme-Verfahren an Universitäten untersagte. Das Gericht befand damals, dass die unter dem Schlagwort „affirmative action“ bekannten Programme gegen den Gleichheitsgrundsatz der Verfassung verstoßen.